Videospiel-Piraten 3DM stellen Cracks ein, um legalen Verkauf anzukurbeln

9. Februar 2016, 11:25
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Branchenbeobachter vermuten wiederum hartnäckigen Kopierschutz Denuvo dahinter

Das chinesischer Cracker-Team 3DM hat seine Arbeiten eingestellt. Wie es in einem Blogeintrag heißt, wollen die Videospiel-Piraten vorerst keine Kopien von Games mehr erzeugen und in den Umlauf bringen.

"Wir hatten gerade ein internes Meeting. Mit dem chinesischen neuen Jahr (ab 8. Februar) wird 3DM keine Einzelspieler-Games mehr cracken", zitiert die Seite Torrentfreak die 3DM-Crackerin Bird Sister, in der Szene auch bekannt als Phoenix. "Wir werden uns die Lage in einem Jahr nochmal anschauen, um zu sehen, ob die legalen Verkäufe dadurch angestiegen sind."

Hartnäckiger Kopierschutz

Ob diese Hersteller-freundliche Begründung tatsächlich ausschlaggebend für das vorläufige Ende der Cracker-Aktivitäten war, ist allerdings nicht sicher. Branchenbeobachter vermuten, dass auch immer hartnäckigere Kopierschutzmaßnahmen die Arbeit an den Cracks nicht mehr lohnend gemacht haben.

3DM selbst warnte erst kürzlich davor, dass das immer populärer werdende DRM-System Denuvo nur noch sehr schwer zu knacken sei und das Ende von Spiele-Piraterie bedeuten könnte. Werke wie "Just Cause 3" von Square Enix setzen bereits auf das System und wurden nach wie vor nicht geknackt, was weitere Hersteller zum Einsatz von Denuvo bringt. So wird beispielsweise Ubisoft das Ende Februar erscheinende Spiel "Far Cry Primal" auf die gleiche Weise schützen. (zw, 9.2.2016)

  • Der Kopierschutz Denuvo von Spielen wie "Just Cause 3" bereitet Crackern Kopfzerbrechen.
    foto: just cause 3

    Der Kopierschutz Denuvo von Spielen wie "Just Cause 3" bereitet Crackern Kopfzerbrechen.

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