Hochspannung vor nächster Bewährungsprobe in New Hampshire

9. Februar 2016, 05:52
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Sanders und Trump führen in Umfragen – Wahllokale öffnen um 12 Uhr

Washington/Concord – Kurz vor der Vorwahl im US-Bundesstaat New Hampshire haben die demokratischen und republikanischen Präsidentschaftsbewerber noch einmal um Stimmen geworben. Kreuz und quer reisten sie am Montag durch den Bundesstaat im Nordosten, um die Wähler von sich zu überzeugen.

Bei den Demokraten geht der 74 Jahre alte Bernie Sanders als klarer Favorit ins Rennen. Der Senator von Vermont liegt in manchen Umfragen sogar mit 2:1 vor der sechs Jahre jüngeren Ex-Außenministerin Hillary Clinton. Vermont ist ein Nachbarstaat von New Hampshire. Am Montag vergangener Woche hatte Clinton die Vorwahl in Iowa mit einem hauchdünnen Vorsprung gewonnen.

Umfragen: Trump vor Rubio und Cruz

Bei den Republikanern führt der umstrittene Multimilliardär Donald Trump in Umfragen vor den Senatoren Marco Rubio und Ted Cruz. Während Letzterer in Iowa auf den ersten Platz kam, präsentiert sich Rubio als Kompromisskandidat und polarisiert weniger als Trump und Cruz.

Bei den Vorwahlen sieben die beiden großen Parteien ihre Bewerber aus. Die jeweiligen Spitzenkandidaten der Republikaner und Demokraten werden dann auf Parteitagen im Sommer gekürt. Die Präsidentschaftswahl folgt am 8. November.

Die ersten Wahllokale öffnen um 12 mitteleuropäischer Zeit. Sie schließen zu unterschiedlichen Uhrzeiten, manche haben bis 20 Uhr Ortszeit (2 Uhr mitteleuropäischer Zeit am Mittwoch) geöffnet. Mit ersten Trends wird kurze Zeit später gerechnet.

Bewährungsprobe

Zwar hat New Hampshire zahlenmäßig geringe Bedeutung für die Kandidatenkür. Die Bundesstaaten, in denen zuerst abgestimmt wird, gelten aber als wichtige Bewährungsprobe für die Kandidaten. Schon in der vergangenen Woche stiegen einige Bewerber aus dem Rennen aus.

Organisiert werden die Vorwahlen in New Hampshire im Unterschied zu Iowa nicht von den Parteien, sondern von der Regierung des Bundesstaates. Es gibt 307 Wahllokale. Gewählt wird geheim. Abstimmen dürfen alle registrierten Wähler – also nicht nur eingetragene Demokraten und Republikaner. Wer keiner der beiden Parteien angehört, wird unter "unabhängig" geführt (APA, 9.2.2016)

  • Diese Unterstützerin hat nur Augen für Donald Trump.
    foto: reuters/rick wilking

    Diese Unterstützerin hat nur Augen für Donald Trump.

  • Hillary Clinton muss – einmal mehr – kämpfen.
    foto: reuters/brian snyder

    Hillary Clinton muss – einmal mehr – kämpfen.

  • Bernie Sanders gilt im liberalen New Hampshire als Favorit.
    foto: andrew burton/getty images/afp

    Bernie Sanders gilt im liberalen New Hampshire als Favorit.

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