Deutsche Bank verspricht Anleihe-Investoren ihr Geld

8. Februar 2016, 22:06
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Neuartige "CoCo"-Bonds sollen bedient werden

Frankfurt – Nach dem dramatischen Vertrauensverlust an der Börse bemüht sich die Deutsche Bank um eine Beruhigung der Anleger. Deutschlands größtes Geldhaus bekräftigte am Montagabend, dass es genug Geld habe, um neuartige Anleihen (Contingent Convertible Bonds, "CoCos") zu bedienen, die erst 2014 im Volumen von rund fünf Milliarden Euro ausgegeben wurden.

Dieses Jahr steht eine Zinszahlung von rund 350 Millionen Euro an – und nach Konzernangaben steckt etwa eine Milliarde Euro in der Kasse dafür. 2017 liegen die geschätzten Reserven dank erwarteter Sondererlöse demnach sogar bei 4,3 Milliarden Euro – das operative Ergebnis des laufenden Jahres noch gar nicht eingerechnet.

Aktie zu Wochenbeginn abgestürzt

Derartige Bekenntnisse zur Zahlungsfähigkeit sind ungewöhnlich. Bei der Deutschen Bank liegen offenbar die Nerven blank: Die Aktie war zu Wochenbeginn – im Zuge eines allgemeinen Ausverkaufs bei Finanztiteln – regelrecht abgestürzt und hatte zeitweise fast zwölf Prozent verloren. Am Ende schloss sie 9,5 Prozent tiefer bei 13,82 Euro – so schwach hat das Papier einen Börsentag noch nie beendet. "Die Investoren haben komplett den Glauben an die Bank verloren", fasste es ein Großaktionär des Instituts zusammen.

Denn die Anleger können sich längst nicht mehr darauf verlassen, dass die Deutsche Bank Gewinne schreibt. Im vergangenen Jahr stand unter dem neuen Chef John Cryan vor und nach Steuern ein Verlust zu Buche. Unter dem Strich belief sich das Minus auf fast sieben Milliarden Euro – ein neuer Rekord. Denn die andauernden Rechtstreitigkeiten und der erneute Konzernumbau belasten die Bilanz. Und auch 2016 ist ein Verlust nicht ausgeschlossen, wie der Vorstand auf der Bilanzpressekonferenz Ende Jänner einräumen musste. Die Dividende ist bereits für mindestens zwei Jahre gestrichen. Zuletzt machte sich deshalb auch Unruhe unter den Anleihe-Investoren breit, obwohl die Deutsche Bank gleich mehrfach betont hat, insbesondere die neuen "CoCo"-Bonds als wichtiges Refinanzierungsinstrument auf keinen Fall beschädigen zu wollen. (APA, 8.2.2016)

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