Janka Super-G-Sieger, Kriechmayr Dritter

7. Februar 2016, 05:30
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Elfter Weltcupsieg für den Schweizer – Hirscher als Siebenter drittbester ÖSV-Läufer in Jeongseon

Jeongseon – "Der erste Eindruck ist schon mal gut", sagte Carlo Janka am Sonntag nach seinem Sieg im Super G in Jeongseon. Der Schweizer gewann auf der Olympiastrecke von 2018 in 1:26.16 Minuten vor dem Italiener Christof Innerhofer (+0,82) und Vincent Kriechmayr (1,06), der sich über sein zweites Karrierepodest freuen darf. Romed Baumann wurde Sechster (1,30), Hannes Reichelt (1,44) Neunter.

In dem herausfordernden Rennen mit hohem Tempo und weiten Sprüngen holte Marcel Hirscher (1,32) mit taktisch kluger Fahrt Platz sieben und 36 Punkte. Er liegt mit 1005 Punkten im Gesamtweltcup bereits 134 Zähler vor dem Norweger Henrik Kristoffersen.

Siege in vier Disziplinen

Janka feierte seinen elften Weltcupsieg, den ersten in einem Super G. Somit hat der Schweizer in vier von fünf Disziplinen gewonnen, es fehlt ihm nur noch ein Erfolg im Stangenwald. "Schaut aus, als musste ich fast 30 werden und einmal nach Südkorea reisen um einen Super G zu gewinnen", sagte der Dritte der Abfahrt in Kitzbühel.

Patrick Schweiger wurde 23. und Klaus Kröll 33. Ausgeschieden sind u.a. der Abfahrtssieger vom Samstag, der Norweger Kjetil Jansrud, der am Samstag zweitplatzierte Dominik Paris (ITA) und Otmar Striedinger. Der Sechste in der Abfahrt kam bei einem Sturz glimpflich davon.

"Ich habe das Risiko auf mich genommen, alles ging auf", freute sich Janka, der den ersten Saisonerfolg der Schweizer Ski-Herren realisierte. Innerhofer, der die Abfahrt als "langweilig" bezeichnet hatte, fand den Super-G für dieses Gelände perfekt, es entwickelte sich ein spektakuläres Rennen. "Ich habe Carlo am TV gesehen und gedacht, das ist die gute Linie. In dem Super-G vermisst man nichts, da ist alles drinnen."

Zum zweiten Mal am Podest

Kriechmayr war sich nach dem 29. Platz in der Abfahrt sicher, dass es im Super-G besser gehen wird. "Da habe ich ganz andere Möglichkeiten. Ich wusste, dass da runter viel mehr drinnen ist. Zum Glück hatte ich recht", sagte der Oberösterreicher nach seinem besten Saisonresultat. "Es war einer der schwierigeren Super-G in der Saison, die Sprünge sind weit gegangen."

Eine Glanzleistung lieferte Hirscher ab und versetzte damit auch ÖSV-Sportdirektor Hans Pum ins Staunen. "Überragend! Er trainiert ja nicht viel Super-G. Wie clever und intelligent er das fährt. Er weiß genau, wo er attackieren und wo er zurücknehmen kann. Die Position bei den Sprüngen ist ganz stark."

Hirscher, Baumann und Reichelt mit Fehlern

"Wie man sieht, lerne ich jeden Tag sehr viele neue Sachen dazu, die gar nicht so schlecht funktionieren", sagte Hirscher, der sich über zwei Fehler ärgerte. Baumann sprach von einem der "schwierigsten Super-G" in diesem Winter. "Ich hatte zwei Schnitzer, aber da runter musst du was riskieren. Und dann passieren einfach Fehler", meinte der Tiroler, der mit zwei Top-Ten-Ergebnissen heimfliegen wird.

Seine Springerqualitäten auspacken musste Reichelt. "Ja, brutal! Beim zweiten Sprung habe ich die Kante nicht richtig erwischt, da bin ich 60, 70 m runtergesegelt. Ich habe befürchtet, dass ich das nicht mehr stehen kann. Gott sei Dank ist das alles gut ausgegangen", sagte der Salzburger.

Der Herrenweltcup wird nächstes Wochenende im japanischen Yuzawa Naeba mit einem Riesenslalom und einem Slalom fortgesetzt. (APA, red, 7.2.2016)

  • Dritter in der Abfahrt auf der Streif, Erster im Super G in Jeongseon.
    foto: apa/georg hochmuth

    Dritter in der Abfahrt auf der Streif, Erster im Super G in Jeongseon.

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