"Für die Leistung können wir uns aber nichts kaufen"

6. Februar 2016, 21:31
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  • Admira Wacker – RB Salzburg

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): "Es wäre heute zumindest ein Punkt drinnen gewesen. In der ersten Hälfte haben wir zu wenig Mut gezeigt, uns zu wenig zugetraut. Nach dem 0:1 haben wir sofort reagiert und waren die bessere Mannschaft. Für die Leistung können wir uns aber nichts kaufen. Für diese Platzverhältnisse war es noch ein gutes Match."

Oscar Garcia (Salzburg-Trainer): "Es war ein kompliziertes Spiel, die Admira hat eine gute Leistung gebracht und uns Probleme bereitet. Sie hat uns durch das Pressing oft zu langen Bällen gezwungen und war auch bei Standards gefährlich. Bei den Platzverhältnissen konnte man nicht viel besser spielen."

  • Grödig – Austria

Peter Schöttel (Trainer Grödig): "Die Austria hat verdient gewonnen. Trotzdem war es ein ordentliches Spiel meiner Mannschaft. Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten nicht viel zugelassen, hätten in der Nachspielzeit sogar noch ausgleichen können. Wir müssen ganz einfach beginnen, Tore zu erzielen. Im Gegensatz dazu haben wir immer unsere Deja-vu-Erlebnisse und geraten aus dem Nichts in Rückstand. Die Standards haben wir angesprochen. Dieses Tor war reine Unaufmerksamkeit."

Thorsten Fink (Trainer Austria): "Es war das erwartet schwere Spiel, Grödig ist hier immer hervorragend eingestellt. Deshalb hatten wir auch großen Respekt. Ich habe der Mannschaft vorher gesagt, dass solche Spiele auch durch Standards entschieden werden. Dass Grödig die klare Chance in der ersten Halbzeit nicht verwertet hat, war Glück für uns. In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel im Griff, hätten die Führung ausbauen können. Dann hatten wir in der Nachspielzeit auch das Glück des Tüchtigen."

Alexander Gorgon (Torschütze Austria): "Die Standards sind unsere Stärke. Wir sind sehr erleichtert, weil wir hier noch nie gewonnen haben. Hier ist es immer schwer zu spielen, denn der Gegner wirft alles in die Waagschale. Dass wir nun Tabellenführer sind, ist angenehm. Wir haben jetzt die anderen unter Zugzwang gebracht."

  • Rapid – WAC

Zoran Barisic (Rapid-Trainer):" Der WAC hat es uns irrsinnig schwer gemacht, es war ein hartes Stück Arbeit. Wir waren in der ersten Hälfte zu pomadig, der WAC war immer gefährlich, da hat uns Richard Strebinger im Spiel gehalten. In der zweiten Hälfte haben wir ein anderes Gesicht gezeigt, mehr ins Spiel investiert und sind besser in die Zweikämpfe gekommen. Wir sind irrsinnig glücklich über den erfolgreichen Start."

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Die Niederlage tut sehr weh, denn wir haben eine Topleistung gebracht. Wir haben Rapid alles abverlangt, aber letztlich waren sie kaltschnäuziger. Trotzdem hat es mir sehr gefallen, wie meine Mannschaft aufgetreten ist. Eigentlich ist ein 0:3 eine 'Tetschn', es fühlt sich aber nicht wie eine 'Tetschn' an."

Matej Jelic (Rapid-Torschütze): "Das Tor wird mich sicher sehr motivieren. Ich habe zwar schon drei, vier ähnliche Treffer erzielt, aber das war sicher das Schönste.

  • Altach – Sturm

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Ich bin mit der ersten Hälfte zufrieden, bis auf die eine Situation, die zum Gegentreffer geführt hat. Es war die erste Aktion von Sturm. Letztendlich ist es für mich schwer, eine Analyse zu machen, aufgrund der Emotionen durch den späten Ausgleich. Die Passivität der Mannschaft in der zweiten Hälfte hat mir nicht gefallen, wir haben da nicht aktiv verteidigt, nicht mehr nach vorne gespielt. Vor dem Spiel wäre ich mit einem 2:2 gegen eine Top-Fünf-Mannschaft nicht unzufrieden gewesen, nach dem Spiel tue ich mir schwer mit einer nüchternen Analyse."

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Es ist immer glücklich, wenn man kurz vor Schluss noch den Ausgleich erzielt, aus meiner Sicht war der aber schon verdient. Das 0:1 war sehr ärgerlich, eine krasse Fehlentscheidung. In der Schlussphase ist auch noch ein Tajouri-Handspiel mit vorangegangenem Check nicht geahndet worden. Die Mannschaft hat sich nach 20 Minuten gefunden, einige Möglichkeiten herausgespielt und mit dem 1:2 eine zweite Luft bekommen, und das gegen eine sehr giftige, sehr aggressive Altacher Mannschaft."

  • Mattersburg – Ried

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): "Wir haben uns das anders vorgestellt. Wir sind sehr schnell in Rückstand geraten, haben die Tore zu leicht bekommen. Erst mit zwei Toren Rückstand war die Konzentration da und es wurde Fußball gespielt – ich verstehe nicht, warum nicht gleich von Beginn an. Die schnellen Rieder bereiteten uns Probleme, vor allem in der Defensive. Kompliment an meine Mannschaft, sie haben an das Wunder geglaubt und durch das zweite Tor die zweite Luft bekommen. Das dritte Tor und der Punkt sind erfreulich, das ist wie ein Sieg."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Dieser Punkt könnte Gold wert sein. Ein Mann weniger schafft oft zusätzliche Kräfte, wie man das bei Mattersburg gesehen hat. Wir waren nur rechts aktiv, das hat Mattersburg ausgenutzt."

Markus Pink (Torschütze Mattersburg): "Als Mannschaft haben wir heute große Moral bewiesen. Wir haben uns die Tore leider selbst gemacht. Nach dem Spielverlauf muss man mit dem Punkt zufrieden sein, jeder Punkt ist wichtig."

Nico Antonitsch (Torschütze Ried): "Dieses Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an".

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