Rapid erledigt WAC in zweiter Halbzeit

6. Februar 2016, 20:38
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Tabellenletzter in Wien zunächst das stärkere Team, drei Tore in sieben Minuten brachten schließlich doch Pflichtsieg für Grün-Weiß

Wien – Rapid hat die Pflichtaufgabe zum Bundesliga-Frühjahrsauftakt erledigt. Die Hütteldorfer feierten am Samstag nach einer schwachen ersten Hälfte gegen Schlusslicht WAC noch einen klaren 3:0-Sieg. Die Wiener zogen damit nach Punkten mit Titelverteidiger Salzburg gleich, weiter ein Zähler fehlt auf den Lokalrivalen Austria, der zumindest bis Sonntag Platz eins übernahm.

Die ersatzgeschwächten Wiener gingen im Ernst-Happel-Stadion mit einem schmeichelhaften 0:0 zur Pause in die Kabine, sorgten danach aber mit sieben starken Minuten, in denen die Tore von Philipp Schobesberger (56.), Mario Pavelic (60.) und Matej Jelic (62.) fielen, noch für einen komfortablen Heimerfolg. Die Truppe von Chefcoach Zoran Barisic tankte damit in der 21. Ligarunde auch Selbstvertrauen für das Cup-Viertelfinale gegen Admira Wacker Mödling am Mittwoch, das zweite von sieben Pflichtspielen im Februar.

Mutige Gäste

Für den vor dem Seitenwechsel alles andere wie ein Absteiger agierenden Tabellenletzten setzte sich die eigene Auswärtsmisere fort. Die Kärntner warten weiter seit dem 4. Oktober 2014 auf einen Sieg in der Fremde, haben dabei in 23 Spielen auch nur vier Zähler geholt. Der Abstand auf Platz neun wuchs auf vier Zähler an, da der Vorletzte Ried in Mattersburg einen Punkt erkämpfte.

Coach Heimo Pfeifenberger hatte die Wolfsberger vor 13.700 Zuschauern offensiv ausgerichtet aufs Feld geschickt, Zugang Ibrahim Bingöl gab dabei im Mittelfeld sein Debüt. Die erste Großchance in Hälfte eins fanden aber die Wiener vor, Jelic traf die Außenstange (16.). Sonst blieben die Hausherren vieles schuldig, konnten ihr im Herbst zum Teil gefürchtetes Offensivspiel überhaupt nicht aufziehen und waren hinten anfällig.

Die Kärntner hatten die besseren Momente und hätten in der 31. Minute bei einer Vierfach-Chance eigentlich in Führung gehen müssen. Peter Tschernegg scheiterte aber zweimal an Richard Strebinger, und auch Issiaka Ouedraogo konnte den Rapid-Tormann nicht überwinden. Den vierten Schussversuch setzte Tschernegg noch daneben. Das sollte sich nach der Pause rächen.

Rapidler treffen nach Gegenstößen

Den Rapidlern gelang da nämlich aus einem Konter die Führung: Schobesberger schob den Ball an Alexander Kofler, der gegenüber Christian Dobnik den Vorzug erhalten hatte, vorbei (56.). Vier Minuten später nützte die Barisic-Elf neuerlich einen Gegenstoß, diesmal traf Pavelic ins kurze Eck. Bei beiden Treffern gab der für den gesperrten Steffen Hofmann im Mittelfeld-Zentrum agierende Stefan Nutz die Vorarbeit. Endgültig den Sack zu machte Jelic mit einem herrlichen Fallrückzieher nach Schobesberger-Flanke nur wenig später (62.).

Danach verhalf Barisic noch dem Ex-Rieder Thomas Murg zu seinem Rapid-Debüt. In der Schlussphase gab zudem auch noch der zuletzt verletzungsgeplagte Andreas Kuen ein Kurz-Comeback. Da hätte es 1:3 stehen können, doch auch Jacobo fehlte im Abschluss die Effizienz (73.). Auf der anderen Seite hätte auch der Rapid-Sieg durchaus noch höher ausfallen können, die beste Chance ließ aber "Joker" Tomi ungenützt (76.). Für die Wiener war es der vierte Heimsieg in Folge, sie revanchierten sich damit auch für die 1:2-Pleite in Wolfsberg am 18. Oktober. Im Hinblick auf das Europa-League-Sechzehntelfinale gegen Valencia, das am 18. und 25. Februar über die Bühne geht, muss aber sicher noch eine Steigerung her. (APA, 6.2. 2016)

Bundesliga (21. Runde):
Rapid Wien – WAC 3:0 (0:0). Wien, Ernst-Happel-Stadion, 13.700, SR Hameter.

Tore: 1:0 (56.) Schobesberger, 2:0 (60.) Pavelic, 3:0 (62.) Jelic

Rapid: Strebinger – Pavelic, Sonnleitner, M. Hofmann, Stangl – Petsos, Schwab – Schobesberger (69. Murg), Nutz (72. Tomi), F. Kainz – Jelic (82. Kuen)

WAC: A. Kofler – Standfest, Sollbauer, Rnic, Palla – Bingöl (66. Wernitznig), Hüttenbrenner, Tschernegg (81. M. Seidl), Jacobo – Silvio (66. Hellquist), Ouedraogo

Gelbe Karten: M. Hofmann bzw. Bingöl, Hüttenbrenner, Rnic

  • Die Rapidler Philipp Schobesberger und Florian Kainz freuen sich mit Matej Jelic über dessen 3:0.
    foto: apa/punz

    Die Rapidler Philipp Schobesberger und Florian Kainz freuen sich mit Matej Jelic über dessen 3:0.

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