Vorhang auf für intensiven Rapid-Februar

5. Februar 2016, 15:40
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Müller vor Auftakt gegen WAC: "Wichtig, gut aus den Startlöchern zu kommen" – Acht Rapidler fehlen – Wolfsberger wollen Auswärtsmisere endlich beenden

Wien/Wolfsberg – Für Fußball-Rekordmeister Rapid startet ein intensiver Februar am Samstag (18.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den WAC. Die Partie zum Liga-Frühjahrsauftakt im Wiener Ernst-Happel-Stadion ist die erste von sieben in diesem Monat. Die Hütteldorfer stehen dabei gewissermaßen vor einem Pflichtsieg, geht es doch gegen das Schlusslicht, das auswärts seit mehr als einem Jahr sieglos ist.

Neben den Ligaaufgaben wartet auf die Rapidler mit dem ÖFB-Cup-Viertelfinale (Mittwoch gegen Admira) und Europa-League-Sechzehntelfinale (18. und 25. Februar gegen Valencia) in den kommenden Tagen und Wochen ein dichtes Programm. "Es ist ein Privileg, so viele Spiele bestreiten zu dürfen", betonte Coach Zoran Barisic. Ein guter Start ist da besonders wichtig. "Das Frühjahr ist gespickt von Herausforderungen. Da ist es wichtig, gut aus den Startlöchern zu kommen, damit wir eine gute Stimmung im Team haben", weiß Sport-Geschäftsführer Andreas Müller.

Abgänge verhindert

Dem Deutschen ist es gelungen, namhafte Abgänge wie jenen von Florian Kainz zu verhindern. "Ich gehe davon aus, dass das Thema für ihn erledigt ist. Er macht einen guten Eindruck, ist spielfreudig, konzentriert, ein intelligenter Bursch, der hart an sich arbeitet, weil er weiterkommen will. Genau so eine Reaktion habe ich mir erwartet", sagte Barisic über den 23-Jährigen. Der im Winter von Mönchengladbach umworbene Mittelfeldspieler steht vor seinem 150. Bundesligaspiel.

Personelle Sorgen haben die Hütteldorfer trotzdem. Mit den noch länger fehlenden Goalie Jan Novota und Louis Schaub, dem angeschlagenen Deni Alar, den im Aufbautraining befindlichen Christopher Dibon, Stephan Auer, Thomas Schrammel und Andreas Kuen sowie dem gesperrten Kapitän Steffen Hofmann sind acht Spieler kein Thema. "Die Vorbereitung ist ganz gut verlaufen, aber nicht perfekt, wegen vieler verletzter Spieler. Wie sich die Mannschaft präsentiert hat, stimmt mich aber optimistisch für das erste Spiel", ist Barisic trotzdem guter Dinge.

Zu Hause lief es für seine Mannschaft vor Weihnachten nach Wunsch, gab es drei Siege in Folge. Auch gegen den WAC konnten die jüngsten drei Partien in Wien gewonnen werden. In Wolfsberg setzte es für die Barisic-Schützlinge aber am 18. Oktober eine 1:2-Niederlage. "Der WAC ist eine unangenehme Mannschaft, gegen die wir uns beim letzten Spiel sehr schwergetan gegen haben. Wir nehmen sie sicher nicht auf die leichte Schulter", erklärte Rapids Trainer.

"Es kann ein kampfbetontes Spiel werden"

Was seine Truppe, die erst ein Remis auf dem Konto hat, im ersten Frühjahrsspiel vor mehr als 13.000 Zuschauern erwartet, weiß er genau. "Man muss damit rechnen, dass der WAC mit vielen zweiten Bällen operieren wird. Es kann ein kampfbetontes Spiel werden", so Barisic. Auch Müller warnte dafür, den Gegner zu unterschätzen: "Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und werden uns alles abverlangen. Deshalb brauchen wir umso mehr volle Konzentration."

Die Wolfsberger waren im Herbstfinish unter Neo-Trainer Heimo Pfeifenberger im Aufwind, die Auswärtsmisere der Kärntner konnte aber auch er nicht abschütteln. Seit dem 4. Oktober 2014 warten Joachim Standfest und Co. auf einen Erfolg in der Fremde, dabei gab es in 22 Partien auch nur vier Punkte. Die Thematik wurde aufgearbeitet und soll bald vergessen sein. "Man muss sich vor keinem Gegner fürchten. Wichtig ist, dass du das Selbstbewusstsein hast, dass du, egal gegen wen du spielst, gewinnen kannst", sagte Pfeifenberger.

Punkte brauchen die Wolfsberger schleunigst, um nicht schnell den Anschluss zu verlieren. Drei Punkte beträgt nach 20 Runden der Rückstand auf Platz neun. "Ich glaube, dass es egal ist, dass wir als Letzter starten. Entscheidend sind jetzt die 16 Matches, da musst du von Anfang an funktionieren und regelmäßig punkten", weiß der 49-jährige Salzburger. Sein Team hat kurioserweise die zweitwenigsten Gegentore der Liga kassiert. Mit Ibrahim Bingöl gibt es eine neue Alternative im Mittelfeld. "Er ist flexibel einsetzbar, körperlich topfit, läuferisch irrsinnig stark, arbeitet viel für die Mannschaft und ist am Ball gut", ist Pfeifenberger mit dem 22-Jährigen zufrieden. (APA, 5.2.2016)

SK Rapid Wien – WAC (Wien, Ernst-Happel-Stadion, Samstag, 18.30 Uhr, SR Hameter). Bisherige Saisonergebnisse: 2:1 (h), 1:2 (a)

Rapid: Strebinger – Pavelic, Sonnleitner, M. Hofmann, Stangl – Petsos, Schwab – Schobesberger, Nutz, F. Kainz – Jelic

Ersatz: Knoflach – Wöber, Grahovac, Murg, Tomi, Prosenik, Kovacec, Gashi, Kovacec

Es fehlen: S. Hofmann (gesperrt), Alar (angeschlagen), Schaub (Knöchelverletzung), Novota (Schulterverletzung), Schrammel, Auer, Dibon, Kuen (im Aufbautraining)

WAC: Dobnik – Standfest, Hüttenbrenner, Rnic, Palla – Jacobo, Rabitsch, Tschernegg, Wernitznig – Ouedraogo, Hellquist

Ersatz: A. Kofler – Sollbauer, Baldauf, Putsche, Zündel, Seidl, Bingöl, Berger, Silvio, Schmerböck

Es fehlen: M. Weber (Schambeinentzündung), Trdina (nach Kreuzbandriss), Drescher (im Aufbautraining)

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