Frauennetzwerk Medien protestiert gegen Ablöse von ORF-Stiftungsrätin

5. Februar 2016, 14:45
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Margit Hauft habe ihre Funktion "redlich, konstruktiv und stets unparteiisch" ausgeübt –
Oberösterreich könnte einen Mann nominieren

Wien – Oberösterreichs ORF-Stiftungsrätin Margit Hauft steht – wie berichtet – vor der Ablöse durch die schwarz-blaue Landesregierung. Für Hauft könnte ein ÖVP-Mann, der der FPÖ weniger kritisch gegenübersteht, in das oberste Gremium des ORF einziehen. Erst im November setzte der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) seinen Vertrauten Martin Ivancsics an die Stelle von Brigitte Kulovits-Rupp.

Nach der ORF-Gleichstellungsbeauftragten Katia Rössner, dem unabhängigen ORF-Stiftungsrat und Caritas-Direktor Franz Küberl übt nun auch das Frauennetzwerk Medien Kritik an der geplanten Rochade. Hauft habe ihre Funktion "redlich, konstruktiv und stets unparteiisch ausgeübt", heißt es in einer Aussendung.

Sie habe sich seit Jahren für die Frauenagenden im ORF stark gemacht. "Eine unabhängige und engagierte Frau weniger im Stiftungsrat schwächt die Position der Frauen – und zwar im Gremium selbst wie auch im ORF, der sich die Gleichstellung von Frauen zum Ziel gesetzt hat", kritisiert Edith Stohl, Vorsitzende des Frauennetzwerks Medien. (red, 5.2.2016)

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