Terrormiliz Al-Shabaab eroberte Hafenstadt Merka in Somalia

5. Februar 2016, 14:31
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Somalische Truppen und Soldaten der AU-Friedensmission zogen sich kampflos zurück

Mogadischu/Addis Abeba – Schwer bewaffnete Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab haben eine bedeutende somalische Hafenstadt unter ihre Kontrolle gebracht. Maskierte Kämpfer der sunnitischen Miliz bezogen am Freitag triumphierend Stellungen in Merka, sagte ein Anwohner. Mindestens drei Menschen kamen bei Kämpfen ums Leben. Merka liegt nur rund 90 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Mogadischu entfernt in der Region Lower Shabelle.

Ein Sprecher der Regionalverwaltung, Mohamed Hussein Shined, bestätigte, dass sich somalische Truppen und Soldaten der Friedensmission der Afrikanischen Union (AU) am Freitagmorgen aus Merka zurückgezogen hatten. Er machte keine Angaben zum Grund des kampflosen Abzugs. Somalische und AU-Truppen hatten die Stadt erst 2012 aus der Gewalt von Al-Shabaab befreit. Nach Schätzungen sollen in der Stadt zwischen 50.000 und 100.000 Menschen leben.

Die sunnitischen Extremisten der Al-Shabaab, die in Verbindung mit Al-Kaida stehen, kämpfen seit Jahren mit blutigem Terror um die Vorherrschaft in dem Land am Horn von Afrika. Eine Friedensmission der AU mit rund 20.000 Soldaten bemüht sich, dem Vormarsch der radikalen Islamisten Einhalt zu gebieten. (APA, 5.2.2016)

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