Millionenabwertung bei Immofinanz

4. Februar 2016, 19:14
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Im dritten Quartal nun voraussichtlich 400 Millionen Euro Abwertung – Sonderbewertung der russischen Immos

Wien/Moskau – Die russische Rezession und die Rubelkrise schlagen sich auch in den Büchern des börsennotierten österreichischen Immobilienkonzerns Immofinanz nieder. Es gibt weitere massive Abwertungen der dortigen Immobilien. Vor allem in Moskau, wo die Immofinanz fünf große Einkaufszentren hat.

Wie die Immofinanz AG am Donnerstagabend ad hoc mitteilte, lassen erste Bewertungsindikatoren der Gutachter in einer "Sonderbewertung" eine (währungsbereinigte) Abwertung der fünf Moskauer Einzelhandelsimmobilien von voraussichtlich rund 400 Mio. Euro für das dritte Quartal 2015/16 (per Ende Jänner) erwarten.

Zum 31. Oktober 2015 hatte sich der Buchwert dieser fünf Shoppingcenter noch auf rund 1,57 Mrd. Euro belaufen.

Es war nicht die erste größere Abwertung im russischen Immo-Bestand. Im vorangegangenen Geschäftsjahr (2014/15) hatten sich die Abwertungen dort auf rund 200 Mio. Euro belaufen.

Sollte sich das Umfeld nicht dramatisch verschlechtern, so sollte im weiteren Jahresverlauf kein weiterer Abwertungsbedarf mehr erwachsen, meinte eine Sprecherin am Abend zur APA.

Der am 2. Februar veröffentlichte Dividendenausblick bleibe sowohl für das Geschäftsjahr 2015/16 wie auch das Rumpfgeschäftsjahr 2016 aufrecht, hieß es weiter.

Wie die Sonderbewertung Russland final ausgegangen ist und wie die ersten drei Quartale insgesamt liefen, wird am 16. März nach Börsenschluss bekannt gegeben. Für das Ost-Portfolio hat die Immofinanz erst kürzlich CBRE als neuen Gutachter bestellt. Dieser hat nun die Sonderbewertung zum Stichtag 31. Jänner 2016 erstellt. (APA, 4.2.2016)

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