Schuldsprüche in Prozess um Hakenkreuz-Tattoo

5. Februar 2016, 08:55
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19 Monate Haft, davon drei unbedingt für 20-Jährigen

Salzburg – Drei Jugendliche, die sich gegenseitig Nazisymbole tätowiert und anschließend Fotos davon auf Facebook gepostet haben, sind am Donnerstag wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung schuldig gesprochen worden. Ein 20-Jähriger, in dessen Wohnung auch eine Reichskriegsflagge und mehrere Porträts führender Nationalsozialisten gefunden wurden, wurde zu 19 Monaten Haft verurteilt, davon drei unbedingt. Er erbat Bedenkzeit.

Wie DER STANDARD berichtete, tätowierten der 20-Jährige und eine 19-Jährige einem Burschen mit einer Pinnwandnadel und Eyeliner ein handgroßes Hakenkreuz auf die rechte Brust. Anschließend machten sie ein Foto, auf dem der ebenfalls einschlägig vorbestrafte Tätowierte einen Hitlergruß machte, und stellten es auf Facebook. Die 19-Jährige, die ihm dabei half, bekam eine Zusatzstrafe von einem Monat bedingt.

Ein 24-Jähriger, der sich eine Odalrune und die Zahl 18, die für Adolf Hitler steht, mit einer Haarschneidemaschine und Tinte stechen ließ, wurde zu sieben Monaten bedingt verurteilt. Die Urteile der zwei Mitangeklagten sind bereits rechtskräftig. (Stefanie Ruep, 5.2.2016)

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