Gladbach sucht gegen Werder Weg aus der Krise

4. Februar 2016, 16:12
posten

Coach Schubert: "Kein Grund, in Panik zu verfallen" – Bremen im Aufwind

Mönchengladbach – Eine Woche nach seinem Startelfdebüt erwartet Mönchengladbachs ÖFB-Legionär Martin Hinteregger am Freitag (20.30) bereits das erste "Krisenspiel". Auch wenn sein Trainer Andre Schubert vor dem Heimduell mit dem abstiegsgefährdeten SV Werder Bremen nichts davon wissen will. "Es besteht kein Grund, in Panik zu verfallen", sagte Schubert, dessen Truppe im Frühjahr noch ohne Punkt dasteht.

Dabei setzten "die Fohlen" nur den Negativtrend vom Herbst konsequent fort. Angesichts von fünf Niederlagen in den jüngsten sechs Pflichtspielen mit 19 Gegentoren ist auch Schubert, der nach fünf Pleiten zum Saisonstart Lucien Favre beerbt hatte, schon in die Kritik geraten.

All das scheint am 44-Jährigen, dem weiterhin Langzeitverletzte und ein gesperrter Granit Xhaka fehlen, aber abzuperlen. "Ich sehe die Lage nicht so dramatisch, wie sie von vielen beschrieben wird. Es ist ganz normal, dass es in einer Saison Höhen und Tiefen gibt. Als wir sechs Siege hatten, haben alle auf den siebenten Sieg gewartet. Aber es kam ein 0:0 gegen Ingolstadt", sagte Schubert mit Blick auf seinen Traumeinstand.

Bei Werder Bremen ist die Gefühlswelt nach vier Punkten aus den Spielen bei Schalke 04 (3:1) und gegen Hertha BSC (3:3) schöner. Und das Team der Österreicher Zlatko Junuzovic und Florian Grillitsch ist nach dem Hinrunden-Sieg (2:1) und dem Triumph im Achtelfinale des DFB-Cups (4:3) so etwas wie ein Angstgegner für die Borussia. Grilllitsch kann am Freitag jedoch nicht antreten. Der Offensivmann zog sich am Dienstag im Training eine Fußprellung zu. "Die zwei Siege gegen Gladbach sind überhaupt kein Vorteil. Jedes Spiel ist etwas anderes. Eine neue Story", sagte Trainer Viktor Skripnik.

Werder erwartet jedenfalls viel Arbeit. "Gladbach wird mit Schaum vor dem Mund auflaufen. Wir werden jetzt sicherlich nicht irgendeine Schlagzeile liefern, die sich irgendeiner in die Kabine hängen kann", sagte Sportchef Thomas Eichin. (APA/dpa, 4.2.2016)

Programm 20. Runde:

Freitag (20.30):
Borussia Mönchengladbach (Hinteregger, Stranzl) – Werder Bremen (Junuzovic)

Samstag (15.30):
Schalke (Schöpf) – Wolfsburg
Eintracht Frankfurt (Lindner) – VfB Stuttgart (Harnik)
Hannover – Mainz (Baumgartlinger, ohne Onisiwo)
Hertha – Dortmund
Ingolstadt (Trainer Hasenhüttl, Özcan, Hinterseer, Suttner) – Augsburg (Manninger)
18.30:
Leverkusen – Bayern (Alaba)

Sonntag:
15.30: HSV (Gregoritsch fraglich) – Köln (Trainer Stöger, Hosiner)
17.30: Hoffenheim – Darmstadt (Garics)

Share if you care.