Präsidentenwahl: Stronachs Entscheidung wird bald erwartet

4. Februar 2016, 12:21
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Der Parteigründer weilt derzeit in Österreich, doch es scheint kein geeigneter Kandidat in Sicht

Wien – Rätselraten herrscht immer noch im Team Stronach, ob man einen eigenen Kandidaten ins Rennen um die Hofburg schicken wird. Parteichef Frank Stronach weilt derzeit in Österreich, weshalb in der Partei zeitnah eine Entscheidung erwartet wird. Etwas Geld für den Wahlkampf wäre nach Informationen der APA vorhanden – allerdings fehlt nach wie vor ein passender Kandidat.

Offiziell zeigen beim Thema Bundespräsidenten-Wahl alle in der Partei auf den gemäß Statuten quasi alleinherrschenden Obmann. Der austro-kanadische Milliardär ist seit Anfang der Woche wieder im Lande und empfängt nach und nach seine Parteifunktionäre an seinem Sitz im niederösterreichischen Oberwaltersdorf. Seine Sprecherin war für die APA am Donnerstag vorerst nicht erreichbar.

Antreten noch nicht fix

Von mehreren Seiten hieß es aber, dass noch keine Entscheidung gefallen sei, ob man antreten wird oder nicht. Der Parteigründer soll der Idee nicht abgeneigt sein: Selbst will er zwar nicht kandidieren, angeblich hält er aber seit Wochen Ausschau nach einer bekannten Persönlichkeit, die ein Zugpferd im Wahlkampf sein könnte. Am liebsten wäre ihm eine Frau, ist zu hören. Das Problem: Bis jetzt hat sich noch niemand gefunden. Auch parteiintern soll sich Stronach Absagen geholt haben.

Im Parlamentsklub hätte man eine Kandidatur zwar begrüßt, bringt eine solche doch Medienpräsenz, die ob der miserablen Umfragewerte nicht schaden könnte. Mittlerweile haben viele das Projekt aber abgeschrieben: Die angeblich reservierte halbe Million Euro würde für einen ordentlichen Wahlkampf bei weitem nicht reichen, ebenso die Zeit bis zur Wahl am 24. April, wird befürchtet. Theoretisch kann sich Stronach bis zum Stichtag am 23. Februar, wenn das Sammeln der 6.000 notwendigen Unterstützungserklärungen beginnt, mit seiner Entscheidung Zeit lassen. Und ausgeschlossen ist letztlich nichts, erinnert ein hoher Funktionär: "Er ist immer für eine Überraschung gut." (APA, 4.2.2016)

  • Parteigründer Frank Stronach wünscht sich dem Vernehmen nach eine Frau als Kandidatin.
    foto: reuters/heinz-peter bader

    Parteigründer Frank Stronach wünscht sich dem Vernehmen nach eine Frau als Kandidatin.

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