SAP: Debatte um "Safe Harbor"-Abkommen kein Problem für uns

3. Februar 2016, 12:18
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Neue Funktionen für Datenbank "Hana"

Hamburg SAP-Chef Bill McDermott sieht die Debatte um das "Safe Harbor"-Datenabkommen zwischen den USA und der EU nicht als Problem für sein Unternehmen. Dem Wirtschaftsmagazin Bilanz sagte er: "Wir haben unsere Cloud-Strategie geografisch aufgeteilt. Wir sind darauf vorbereitet, die Daten unserer Kunden dort zu verwalten, wo sie wollen. Wir sind mit jedem Datenschutzabkommen im Einklang."

Der Europäische Gerichtshof hatte das Abkommen zur Datenübermittlung von Europa in die USA im Oktober für ungültig erklärt. Am vergangenen Dienstag einigten sich die USA und die EU auf eine neue Regelung. Diese ist umstritten: Datenschützer kritisierten, die Daten von EU-Bürgern seien in den USA nach wie vor nicht ausreichend geschützt.

Kunden für die Cloud

Im Hinblick auf die aktuellen Geschäftszahlen von SAP bestritt McDermott, dass die Rücknahme des Rendite-Ziels von 35 auf 30 Prozent eine Niederlage sei: "Wenn wir mit unserem Cloud-Angebot neue Kunden gewinnen und binden können, wird es mittelfristig eine höhere Marge erzielen als unser Lizenzgeschäft. Aber das braucht Zeit. Wenn wir nur auf den Gewinn schielen würden, wäre SAP nicht Marktführer."

McDermott kündigte an, die SAP-Datenbank "Hana" um weitere Funktionen zu erweitern: "Wir werden in diesem Jahr alle unsere Cloud-Produkte mit "Hana" verbinden." SAP hatte in den vergangenen Jahren über 20 Milliarden Euro für Übernahmen ausgegeben, etwa Anbieter wie Successfactors, Ariba oder Concur gekauft. (red, 3.2. 2016)

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