Drei Kinder in deutscher Flüchtlingsunterkunft aus Fenster geworfen

2. Februar 2016, 15:49
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Haftbefehl wegen versuchten Mordes gegen Vater – Kinder nicht in Lebensgefahr, aber teilweise schwer verletzt

Berlin – Weil er seine drei Kinder (ein, fünf und acht Jahre) aus einem Fenster einer Flüchtlingsunterkunft im nordrhein-westfälischen Lohmar geworfen haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Bonn Haftbefehl gegen den 35-jährigen Vater beantragt. Sie wirft dem Mann versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen vor.

"Staatsanwaltschaft und Polizei liegen gesicherte Erkenntnisse dafür vor, dass die Kinder aus den Fenstern geworfen wurden", teilten die Ermittler am Dienstag mit. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei dem Fenstersturz um einen Unfall gehandelt habe.

Hintergründe zu der Tat vom Montag waren zunächst nicht bekannt. Die Kinder befinden sich der Staatsanwaltschaft zufolge nicht in Lebensgefahr, wurden aber teilweise schwer verletzt.

Anzeige wegen Körperverletzung

Zeugen hatten der Polizei berichtet, dass der Fünfjährige und seine achtjährige Schwester am Montagnachmittag aus Fenstern im ersten Stock des Hauses gestoßen wurden. Mittlerweile gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass der Vater auch seinen einjährigen Sohn aus dem Fenster warf.

Der 35-Jährige, der am Montag nach dem Vorfall vorläufig festgenommen worden war, habe bereits Anfang Jänner seine Frau angegriffen. Er wurde daraufhin wegen Körperverletzung angezeigt und durfte die gemeinsame Wohnung der Familie zehn Tage lang nicht betreten. Mit Einverständnis seiner Frau zog er allerdings schon wenige Tage später wieder ein. (APA, 2.2.2016)

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