Hanna Sukare bekommt Rauriser Literaturpreis

2. Februar 2016, 13:43
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Carlos Peter Reinelt erhält Förderpreis

Salzburg/Rauris – Die in Wien lebende Journalistin und Autorin Hanna Sukare gewinnt den Rauriser Literaturpreis für ihren Roman "Staubzunge". Den Rauriser Förderpreis erhält der 22-jährige Vorarlberger Carlos Peter Reinelt für seinen Text "Willkommen und Abschied", wie Salzburgs Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne) heute, Dienstag, bei einem Pressegespräch verkündete.

Seit 1972 verleiht das Land Salzburg die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung für die beste Prosa-Erstveröffentlichung. Die 1957 im deutschen Freiburg geborene Sukare überzeugte laut offizieller Begründung der Jury vor allem mit ihrer dichten, stilsicher geformten Sprache. Der Roman "Staubzunge" sei weit mehr, als nur die Schilderung einer Familiengeschichte und eher als Porträt eines ganzen Jahrhunderts zu begreifen. "Hanna Sukare zeigt uns, dass es nie zu spät für ein Debüt ist. An solchen Beispielen merkt man, wie viel Potenzial in der älteren Generation steckt", so Schellhorn.

"Willkommen und Abschied"

Zur jüngeren Generation gehört Carlos Peter Reinelt, der den vom Land Salzburg mit 4.000 Euro dotierten Rauriser Förderpreis zum Thema "Zeitraffer" erhält. Sein Text "Willkommen und Abschied" beeindruckte die Jury besonders mit seinem mutigen und respektvollen Umgang mit dem hochaktuellen Thema Flucht und unternehme das Wagnis, "kaum Vermittelbares mit den Mitteln der visuellen Poesie und Textbildüberschreitungen darzustellen", lautete die Begründung.

Beide Preisträger halten im Rahmen der 46. Rauriser Literaturtage Lesungen, in denen sie ihre prämierten Werke vorstellen werden. Das Literaturfestival steht heuer vom 30. März bis zum 3. April unter dem Titel "Geschichte.Erzählen". Das Motto ist passend zum Jubiläumsjahr der 200-jährigen Angehörigkeit Salzburgs zu Österreich gewählt. "Geschichte kann sowohl historisch, als auch als Alltagswort der Erzählung aufgefasst werden. Wir wollen die Erzählhandlung in den Mittelpunkt stellen", wie Manfred Mittermayer, Intendant der Rauriser Literaturtage, erklärte. Fünf Tage lang sollen in Rauris Lesungen und Gespräche mit Autoren stattfinden, in deren Mittelpunkt das Konzept Geschichte in all seinen Bedeutungen des Wortes steht. (APA, 2.2.2016)

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