Flüchtlinge: Neun Menschen vor türkischer Küste ertrunken

2. Februar 2016, 12:06
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Unter ihnen zwei Kinder – Boot kenterte bei Versuch nach Griechenland zu gelangen

Ankara – Bei einem erneuten Bootsunglück in der Ägäis sind am Dienstag mindestens neun Flüchtlinge ums Leben gekommen, unter ihnen zwei Kinder. Nach Angaben türkischer Medien kenterte ihr Boot beim Versuch, von der Küste der türkischen Provinz Izmir aus nach Griechenland überzusetzen.

Trotz Winterwetter begeben sich immer noch jede Woche tausende Menschen auf die gefährliche Überfahrt in Richtung Europäische Union. Erst am Samstag waren 37 Menschen ums Leben gekommen, die meisten davon Frauen und Kinder, als ihr Boot beim Versuch der Überfahrt von der türkischen Provinz Canakkale zur griechischen Insel Lesbos kenterte.

Ankara hatte mit der EU im vergangenen November eine Einigung erzielt, wonach die Türkei von Brüssel drei Milliarden Euro erhält, die den rund 2,5 Millionen Syrien-Flüchtlingen in der Türkei zugutekommen sollen. Doch die EU hat Schwierigkeiten, die zur Flüchtlingsabwehr erforderlichen Gelder von ihren Mitgliedern einzutreiben; unter anderem wird der Türkei vorgeworfen, ihre Zusagen zur Eindämmung der Flüchtlingsbewegung nicht einzuhalten. (APA, 2.2.2016)

  • Erst am Samstag waren 37 Menschen ums Leben gekommen.
    foto: apa / afp / ozan kose

    Erst am Samstag waren 37 Menschen ums Leben gekommen.

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