Ted Cruz gewinnt Republikaner-Vorwahl in Iowa gegen Donald Trump

Video2. Februar 2016, 08:20
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Marco Rubio landete auf Platz drei – Trump: "Zweiter Platz ehrt mich sehr"

Des Moines / Washington – Im Präsidentschaftswahlkampf der USA hat Ted Cruz entgegen allen Umfragen bei den Republikanern die erste Vorwahl im Bundesstaat Iowa für sich entschieden. Cruz, der erzkonservative Senator aus Texas, verwies mit etwa 28 Prozent den Favoriten Donald Trump (24 Prozent) auf Platz zwei. Für den Immobilienmogul aus New York ist das eine schmerzliche Niederlage. Trump sagte aber, er fühle sich von Platz zwei geehrt.

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Der republikanische Senator Ted Cruz bei seiner Rede nach der gewonnenen Vorwahl im Bundesstaat Iowa in Desmoines.
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Donald Trump landete in Iowa nur auf Platz zwei.

Starker Rubio auf Platz drei

Auf einem sehr starken dritten Platz landete der Kandidat des republikanischen Establishments, Marco Rubio, der Senator aus Florida, mit etwa 23 Prozent knapp hinter Trump. In einer ersten Reaktion sagte er, er wolle die Partei im weiteren Wahlkampf wiedervereinen. Der republikanische Bewerber Mike Huckabee stieg aufgrund seines schlechten Abschneidens aus dem Wahlkampf aus.

Next Station New Hampshire

Die US-Vorwahlen werden schon in der nächsten Woche im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire fortgesetzt. Bei den Republikanern führt Trump in New Hampshire mit deutlichem Vorsprung.

Nach den Vorwahlen werden Demokraten und Republikaner im Sommer bei großen Parteitagen mit tausenden Delegierten ihren Präsidentschaftskandidaten benennen. Insgesamt muss ein Kandidat in den Vorwahlen bei den Republikanern 1237 Delegierte auf sich vereinen, bei den Demokraten sind es 2382 Delegierte. In dieses Rennen schickt Iowa 30 Delegierte bei den Republikanern und 44 bei den Demokraten.

Iowas Signalwirkung

Auch wenn der Agrarstaat zahlenmäßig eine untergeordnete Rolle spielt, kommt Iowa doch eine wichtige Signalwirkung zu. In den vergangenen Jahrzehnten wurde kein Bewerber, der in Iowa nicht mindestens auf Platz drei gekommen war, Präsident.

In Iowa wurde nach einem Caucus-Verfahren gewählt. In 1.681 Wahlkreisen fanden sich die Anhänger beider Parteien zu Wahlversammlungen zusammen und diskutierten über die Kandidaten. Bei den Demokraten wurde dann offen, bei den Republikanern geheim abgestimmt. Kritiker bemängeln, viele Menschen würden davon abgeschreckt, offen mit Nachbarn und Freunden über politische Vorlieben diskutieren zu müssen. Befürworter halten das System dagegen für urdemokratisch.

In den nächsten Wochen und Monaten finden Vorwahlen und Caucuses in 50 Staaten und sechs US-Außengebieten statt. Einen Nachfolger für Barack Obama und damit ihren 45. Präsidenten wählen die Amerikaner am 8. November. Obama bleibt noch bis Mitte Jänner 2017 im Amt, wenn der neue Präsident oder die erste Präsidentin vereidigt wird. (red, APA, 2.2.2016)

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