Prähistorische Handabdrücke stammen nicht von Menschen

Ansichtssache7. März 2016, 00:04
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foto: emmanuelle honore

Berühmte prähistorische Handabdrücke stammen nicht von Menschen

Die Wände der Wadi-Sura-Höhle im Südwesten Ägyptens nahe der Grenze zu Libyen zieren hunderte Beispiele steinzeitlicher Kunstfertigkeit. Neben den zwischen 6.000 und 8.000 Jahre alten Gemälden von Menschen und Tieren finden sich dort auch zahllose schablonenhafte Handdarstellungen, die man bisher aufgrund ihrer geringen Größe für die Abdrücke von Kindern oder Babys hielt. Die Anthropologin Emmanuelle Honore vom britischen McDonald Institute for Archaeological Research hat die Jahrtausende alten "Hände" nun einer genauen Vermessung unterzogen und dabei eine Überraschung erlebt: Nicht Kinder, ja, nicht einmal Menschen, sondern vielmehr Reptilienpfoten dürften für die Abdrücke verwendet worden sein. Die Forscherin verglich die erhobenen Messdaten mit den Proportionen von Babyhänden und den Beinabdrücken unterschiedlicher Tierarten. Dabei zeigte sich, dass die handartigen Formen mit den länglichen Fingern am ehesten jenen von Waranen oder jungen Krokodilen gleichen. Die Forscher schließen daraus, dass die damaligen Schöpfer der Höhlenmalerei für ihre Kunstwerke offenbar Teile von Tieren verwendet haben dürften.

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