ORF spart sich Personalchef

1. Februar 2016, 08:15
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Sprecher: "Kein Personalchef gesucht" – "Strukturstraffung und massive Einsparung"

Wien – ORF-General Alexander Wrabetz wird auch Personalchef des 3.200-Stellen-Unternehmens: Konzernsprecher Martin Biedermann bestätigte am Sonntag STANDARD-Infos, wonach die bisher Administrationschef Reinhard Scolik zugeordneten Bereiche direkt dem General berichteten. Biedermann: "Die Position von Reinhard Scolik wird nicht nachbesetzt, es wird auch kein Personalchef gesucht."

Scolik ist Administrations- und Planungschef, im Organigramm der Generaldirektion steht er der Markt- und Meinungsforschung, dem Bereich Organisation und Sicherheit, der Revision und dem Bereich Personal und Schulung vor. Für Marktforschung sowie Organisation/Sicherheit sind eigene Führungskräfte ausgewiesen. Nicht aber für die Revision – die Aufgabe ist an die Wirtschaftsprüfungskanzlei Confida des früheren Hypo-Alpe-Adria-Prüfers und -Aufsichtsratschefs Karl-Heinz Moser ausgelagert. Und auch für den Bereich Personal und Schulung ist weder ein eigener Leiter noch eine Leiterin ausgewiesen.

"Massive Einsparung"

Biedermann nach der STANDARD-Story vom Sonntag über die Regelung nach Scoliks Abgang Richtung Bayerischer Rundfunk: "Die Bereiche der bisherigen Hauptabteilung Planung und Administration werden teilweise umstrukturiert und berichten direkt an den Generaldirektor, die Aufgaben des Büros des Generaldirektors ändern sich nicht. Es kommt somit auch hier wie schon zuvor in vielen anderen Bereichen des ORF zu einer Strukturstraffung und dadurch massiven Einsparung."

Biedermann will offenbar mit der Stellungnahme auch Spekulationen entgegentreten, Wrabetz könnte seinen Büroleiter Michael Wimmer zu einem ORF-Generalsekretär machen wollen – weil der nun die direkt an Wrabetz berichtenden Bereiche als Büroleiter koordinieren soll.

Der ORF kalkuliert 2016 mit rund 3.200 Vollzeitjobs, die ORF-Konzerntöchter kommen auf fast 800 weitere Vollzeitstellen. (fid, 1.2.2016)

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