Schwedischer Islamist in Griechenland verhaftet

31. Jänner 2016, 20:17
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2007 in Bosnien als Terrorist verurteilt

Athen – Spezialeinheiten der griechischen Polizei haben in der ostgriechischen Hafenstadt Alexandroupolis zwei mutmaßliche Islamisten festgenommen. Darunter sei auch der 29 Jahre alte Mirsad B., ein Muslim serbischer Herkunft mit schwedischer Staatsbürgerschaft, berichten griechische Medien am Sonntag übereinstimmend.

B. war 2007 in Bosnien-Herzegowina wegen der Planung von Terroranschlägen zu 15 Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Ein höheres Gericht hatte die Haftstrafe anschließend auf acht Jahre und vier Monate verringert.

Begleiter aus dem Jemen

Bei dem Begleiter von B. soll es sich um einen 20-Jährigen aus dem Jemen handeln. Die beiden Männer waren den Medienberichten zufolge von Schweden nach Athen geflogen und befanden sich auf dem Weg über die Türkei nach Syrien oder in den Irak. Sie trugen schwedische Pässe bei sich.

In ihrem Reisegepäck fanden die Sicherheitskräfte Messer und militärische Kleidung sowie Handys und Bargeld. Die Festnahmen seien bereits am Donnerstag erfolgt; mit der Begründung des unerlaubten Waffenbesitzes und des Verdachts auf Terrorismus würden die Männer nun vorerst in Alexandroupolis festgehalten, hieß es weiter.

Waffen und Sprengstoff

B. war bereits 2005 in Bosnien-Herzegowina ins Visier der Ermittler geraten, verhaftet und später wegen Terrorismus verurteilt worden. Bei der Durchsuchung seines Wohnsitzes, dem Haus seiner Tante in Sarajevo, waren ein Sprengstoffgürtel, 18 Kilogramm Sprengstoff sowie Videomaterial zur Herstellung von Bomben gefunden worden, wie die Staatsanwaltschaft damals erklärt hatte.

Ein Video zeigte B. und einen anderen Mann damals mit Skimasken vermummt inmitten von Waffen und Sprengstoff, wie griechische Medien berichteten. Die Männer drohten darin mit Attentaten gegen jene westlichen diplomatischen Vertretungen in Bosnien, die Truppen in den Irak und nach Afghanistan gesandt hatten. Auch eine Verbindung zum globalen Terrornetzwerk sah das Gericht damals als erwiesen an. (APA, 31.1.2016)

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