Sensible Daten ausgeplaudert: Vorwürfe an Amazon-Kundenservice

31. Jänner 2016, 15:53
26 Postings

Blogbeitrag sorgt für Aufregung – Amazon-Mitarbeiter sollen Betrügern Adressdaten verraten haben

Amazon steht wegen fahrlässigen Verhaltens seines Kundenservices unter Kritik. Der Software-Entwickler Eric Springer berichtete in einem Beitrag bei Medium, Betrüger hätten dreimal sensible Informationen über seinen Account durch Amazon-Mitarbeiter verraten. Sie konnten sich allein aufgrund von E-Mail-Adresse und jener Adresse, unter der Springer eine Domain registriert hatte, bei Amazon authentifizieren. Der Kundenservice verriet ihnen daraufhin Adressdaten sowie Telefonnummer.

"Drei Mal enttäuscht"

In einem weiteren Schritt sollen die Betrüger sogar an Springers Kreditkartendetails gekommen sein. In den Kommentarspalten berichten zahlreiche andere Nutzer über ähnliche Erlebnisse. "Amazon hat mein Vertrauen drei Mal enttäuscht", so Springer. "Ich habe alles getan, um meine Daten zu sichern, aber es war hoffnungslos."

Besseres Verhalten bei Kundenservice

Er rät Kundenservices, niemals Daten weiterzugeben, solange sich der Nutzer nicht mit Passwort und E-Mail einloggen kann. Außerdem sollte die IP-Adresse des Kontaktpartners notiert und überprüft werden. Außerdem solle man unterschiedliche E-Mail-Adressen nutzen, damit Betrüger sich schwer tun, die richtige zu identifizieren. Amazon war gegenüber Ars Technica zu keiner Stellungnahme bereit, Springer wechselt nun zu Googles Cloud-Services. (red, 31.1.2016)

  • Ein Amazon-Kunde beschwert sich über dreifachen Datendiebstahl
    foto: reuters/segar

    Ein Amazon-Kunde beschwert sich über dreifachen Datendiebstahl

Share if you care.