Kein Riesentorlauf der Herren in Garmisch

31. Jänner 2016, 10:38
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Schneeregen verhindert einen Start beim RTL in Bayern

Garmisch-Partenkirchen – Wegen unfahrbarer Pisten ist der Riesentorlauf der Herren in Garmisch-Partenkirchen nicht gestartet worden. Der Schneeregen hatte den Untergrund derart aufgeweicht, dass die Sicherheit der Läufer nicht gewährleistet gewesen wäre.

Der Schneeregen hatte der "Kandahar" derart zugesetzt, dass man eine Viertelstunde vor Rennbeginn die Absage ausrief. "Wir haben alles probiert. Um 5 Uhr war die Piste noch okay. Jetzt, durch den Nebel und den nassen Schnee, ist die Piste gekippt. Wir haben es mit Salz probiert, aber der Schnee hat nicht mehr reagiert, weil er tot ist. Die Sicherheit wäre nicht mehr gewährleistet", sagte FIS-Renndirektor Markus Waldner.

Der abgesagte Adelboden-Riesentorlauf wird Ende Februar in Hinterstoder nachgetragen, wohin das Garmisch-Rennen vergeben wird, steht noch nicht fest. Ihn an die Japan-Technikrennen Mitte Februar hinzuzufügen, ist kein Thema. Eine Möglichkeit wäre aber, das Programm in Kranjska Gora in der ersten Märzwoche zu erweitern, wie auch Waldner bestätigte. Am Samstag war bereits entschieden worden, dass der im November abgesagte Levi-Slalom nicht nachgeholt wird.

Richtige Entscheidung

"Die Entscheidung war richtig. Das Salz hat leider zu wenig gezogen, es war nur eine Schicht von drei bis vier Zentimeter, für die ersten 20 wäre es vielleicht gegangen, der Rest wäre durchgebrochen", sagte Österreichs Rennsportleiter Andreas Puelacher. Das mussten auch die Läufer zur Kenntnis nehmen.

"Echt ärgerlich. Extrem schade und bitter für uns Riesentorläufer, wir hatten erst fünf Rennen. Schön langsam würde ich auch gerne wieder fahren", meinte Philipp Schörghofer. "Man muss sich überlegen, ob man nicht einen Riesentorlauf nach einem Durchgang werten kann. Dann könnte man mit der Startzeit zuwarten." Christoph Nösig hatte nach der Besichtigung noch einen bessere Eindruck gehabt, "aber die Piste hat sich dann schlechter entwickelt, als wir alle gedacht haben". Dank Europacuprennen hat er zuletzt versucht, im Rennrhythmus zu bleiben. (APA, 31.1.2016)

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    foto: reuters/dalder
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