Staatsfonds will Solarsparte von Sharp abspalten

31. Jänner 2016, 08:12
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Zur Rettung des angeschlagenen japanischen Elektronikkonzerns

Tokio/Osaka – Bei der geplanten Rettung des angeschlagenen Elektronikkonzerns Sharp sollen einem Bericht zufolge noch mehr Firmenteile abgespalten werden als bisher bekannt. Wie die Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Sonntag berichtete, will der japanische Staatsfonds INCJ das Solargeschäft mit einer Sparte des Energieunternehmens Showa Shell Sekiyu verschmelzen.

Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Sharp lehnte eine Stellungnahme ab.

Bereits bekannt ist, dass der Fonds das Geschäft mit Smartphone-Bildschirmen von Sharp mit Japan Display zusammenbringen will. Insidern zufolge ist zudem geplant, die Sharp-Hausgerätesparte mit dem Pendant von Toshiba zu fusionieren.

Der Fonds INCJ, an dem neben dem Staat auch zahlreiche Konzerne beteiligt sind, will nach Reuters-Informationen umgerechnet 2,3 Milliarden Euro in Sharp investieren und die zwei wichtigsten Gläubiger überzeugen, weitere 2,7 Milliarden Euro als Finanzsprite beizusteuern. Mit der Rettungsaktion könnte die Konsolidierung in der japanischen Technologiebranche vorangetrieben werden. (APA, Reuters, 31.1.2016)

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