Stummvoll berät Anwälte der Ad-hoc-Gruppe

30. Jänner 2016, 11:48
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Ex-ÖVP-Abgeordneter Stummvoll: "Agiere nicht gegen die Interessen der Republik und ihrer Steuerzahler."

Wien/Klagenfurt – Der langjährige ÖVP-Nationalratsabgeordnete Günter Stummvoll berät derzeit die Wiener Anwaltskanzlei Binder Grösswang im Zusammenhang mit der Heta-Abwicklung. Die Kanzlei vertritt dabei die Interessen der Ad-hoc-Gruppe, die bisher das Rückkaufangebot ablehnt, berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" am Samstag vorab.

Bei der Ad-hoc-Gruppe handelt es sich um einen Zusammenschluss von elf Heta-Anleihegläubigern, die das 75-prozentige Rückkaufangebot von Bund und Land Kärnten bisher ablehnen und auf einer vollständigen Befriedigung ihrer Forderungen von rund 2,5 Mrd. Euro beharren.

Stummvoll lässt gegenüber dem "profil" nicht gelten, dass er damit letzten Endes gegen die Interessen der Republik und ihrer Steuerzahler agiere: "Ich habe ganz im Gegenteil versucht, zwischen beiden Seiten zu vermitteln, um so in bester sozialpartnerschaftlicher Tradition einen Konsens herzustellen. Ich war damit bisher aber nicht erfolgreich", wird Stummvoll zitiert. Zu seinem Beraterhonorar sagt der frühere Abgeordnete nur so viel: "Der Stundensatz liegt unterhalb dem eines Anwalts." (APA, 30.1.2016)

  • Der Ex-ÖVP-Nationalratsabgeordnete Günter Stummvoll nimmt für seine Beratung der Wiener Anwaltskanzlei Binder Grösswang weniger als den üblichen Stundensatz eines Anwalts.
    foto: ap/hans punz

    Der Ex-ÖVP-Nationalratsabgeordnete Günter Stummvoll nimmt für seine Beratung der Wiener Anwaltskanzlei Binder Grösswang weniger als den üblichen Stundensatz eines Anwalts.

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