Tote bei Selbstmordattentat auf schiitische Moschee in Saudi-Arabien

29. Jänner 2016, 17:28
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Seit Monaten sind Schiiten immer wieder Opfer von Anschlägen

Riad – Zwei Selbstmordattentäter haben eine schiitische Moschee in Saudi-Arabien angegriffen und vier Menschen getötet sowie 18 weitere verletzt. Einer der Täter zündete einen Sprengstoffgürtel kurz nach dem Freitagsgebet vor dem Gotteshaus in der östlichen Provinz Ichsa, die größtenteils von der schiitischen Minderheit bewohnt wird.

Das teilte das Innenministerium in Riad mit. Vorher sei dem Mann der Einlass verweigert worden. Der zweite Angreifer sei von Sicherheitskräften angeschossen worden und habe sich nicht mehr in die Luft sprengen können.

Der TV-Kanal Al-Jazeera berichtete, er habe vor seiner Verhaftung noch auf Gläubige in der Moschee geschossen. Zunächst hatte der Nachrichtensender Al Arabiya von drei Getöteten berichtet.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier verurteilte den Anschlag gegen Gläubige beim Gebet "in aller Schärfe". Die Ermordung unschuldiger Menschen, um Hass und Zwietracht zu säen, sei durch nichts zu rechtfertigen, heißt es in einer vom Auswärtige Amt verbreiteten Erklärung des Ministers. "Dieser Anschlag zeigt erneut: Terror kennt keine Religion – er bedroht uns alle gleichermaßen, und wir müssen ihm weiter gemeinsam entgegentreten."

In den vergangenen Monaten gab es in dem Königreich immer wieder Anschläge auf Moscheen, in denen Muslime der schiitischen Glaubensrichtung beten. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gab an, hinter den Angriffen zu stecken. Aus ihrer Sicht sind Schiiten vom wahren Glauben abgefallen. (APA, 29.1.2016)

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