Deutschland und Italien wollen libysche Sicherheitskräfte ausbilden

29. Jänner 2016, 16:27
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Es bestehe ein "maximales Interesse" daran, die nordafrikanische Küste zu stabilisieren

Berlin – Deutschland und Italien wollen in Tunesien libysche Sicherheitskräfte ausbilden. Beide Länder könnten gemeinsame Trainingsmissionen starten, um bei der Stabilisierung des nordafrikanischen Landes zu helfen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag nach einem Gespräch mit dem italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi in Berlin. Es bestehe ein "maximales Interesse" daran, die nordafrikanische Küste zu stabilisieren, um illegale Flüchtlingsbewegungen in die EU zu unterbinden.

Beide Länder bemühten sich darum, die Bildung einer Einheitsregierung in Libyen zu ermöglichen, sagte Merkel. Sobald diese stehe, könne die Ausbildungsmission starten. Details stünden noch nicht fest.

In den vergangenen Tagen hatten sich sowohl Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen als auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier grundsätzlich offen für einen Bundeswehr-Einsatz zur Stabilisierung Libyens gezeigt.

Libyen versinkt seit dem Sturz von Machthaber Muammar Gaddafi 2011 im Chaos. Zwei Regierungen kämpfen um die Vorherrschaft. Zugleich versucht die radikal-islamische IS-Miliz, in dem Land Fuß zu fassen. (Reuters, 29.1.2016)

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