Twitter-Hack: Peter Molyneux geht nicht in Pension

29. Jänner 2016, 16:03
6 Postings

Unbekannte hatten Kontrolle über Social Media-Konto übernommen – auch "Godus" wird nicht eingestellt

Der bekannte Spieledesigner Peter Molyneux hat am Donnerstag seinen Abschied aus der Games-Branche verkündet. Das dachte die Öffentlichkeit zumindest für einige Stunden. "‘Godus‘ wird umgehend von Steam zurück gezogen, ich danke allen Beteiligten", so die erste Nachricht. "Es ist nun an der Zeit, dass ich meinen Rückzug aus der Industrie bekannt gebe", folgte ein zweiter Tweet.

Umstrittener Game-Designer

Molyneux ist einer der längst dienenden und umstrittendsten Akteure der Branche. Er zeichnet unter anderem verantwortlich für die Göttersimulation "Populous", den Strategieklassiker "Dungeon Keeper" und die "Fable"-Reihe. 2012 sorgte sein "Curiosity-Projekt" für Aufsehen, in dem sich Spieler gemeinsam in die Mitte eines riesigen Würfels vorarbeiten mussten.

Sein aktuelles Projekt, "Godus", ist der spirituelle Nachfolger von "Populous" und aufgrund nicht eingehaltener Versprechen aus einer Crowdfunding-Kampagne ebenfalls schon Ziel herber Kritik gewesen. Es ist nicht das erste Mal, dass Molyneux enthusiastische Ankündigungen gemacht, diese aber nicht umgesetzt hat.

"Trete nicht zurück – im Gegenteil"

Entsprechend fielen die Reaktionen auf seinen vermeintlichen Abtritt nicht nur traurig aus. Doch die Pensionierung von Molyneux hat sich als Fake entpuppt. Unbekannte hätten sein Twitterkonto gehackt. Er habe weder vor, sich in den Ruhestand zu begeben, noch werde "Godus" eingestellt, schrieb er am Abend des gleichen Tages.

"Ich trete nicht zurück – im Gegenteil", so der Branchenroutinier in einer Folgenachricht. Die Nachrichten, die von den Hackern versandt worden sein sollen, hat er mittlerweile entfernt. (gpi, 29.01.2016)

  • Peter Molyneux bleibt der Spieleindustrie weiter erhalten.

    Peter Molyneux bleibt der Spieleindustrie weiter erhalten.

Share if you care.