"Rattenkinder": Achse des Grauens

2. Februar 2016, 11:05
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Barbara und Christian Schiller haben viel in ihren Thriller hineingepackt

Das Feld des Schauerromans ist weit und viel beackert. Aber es gibt immer noch was her – zum Beispiel in Kombination mit einem Thriller. Das indigene Autorenpaar Barbara und Christian Schiller hat in Rattenkinder viel hineingepackt. Die Ruinen der halb fertiggebauten Hochhäuser in Rumänien sind quasi das unheimliche Schloss, das von Roma-Clans bevölkert wird.

Auch hier stehen die Frauen am untersten Ende der Machtpyramide. Die Schurken aus dem Westen, die den Roma-Frauen ihre Babys klauen und sie in Wien verhökern, profitieren von der allgemeinen Anarchie. Der stumme Psychiatriepatient, der eigentlich schon tot sein sollte, gibt den Zombie, irre Ärzte, eine sadistische Jagdgesellschaft und ein Mörder, der am Tatort Rattenschädel hinterlässt, komplettieren das abseitige Personal.

Schauplätze sind Rumänien, Wien und Linz. Das ist ein bisschen viel für den Ermittler Tony Braun, denn es gibt haufenweise Verdächtige. Die diversen üblen Todesarten würden für mehrere Thriller reichen. Aber der Gruselfaktor ist schon ganz nett. (Ingeborg Sperl, Album, 1.2.2016)

  • B. C. Schiller, "Rattenkinder", € 8,99 / 443 Seiten / Bastei-Lübbe, München 2016
    cover: bastei-lübbe

    B. C. Schiller, "Rattenkinder", € 8,99 / 443 Seiten / Bastei-Lübbe, München 2016

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