Gimball: Kugeldrohne erforscht Gletscherspalten

11. Februar 2016, 16:59
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Fliegende und rollende Drohne soll gefährliche Einsätze meistern

Drohnen könnten in nicht all zu ferner Zukunft eine wichtige Rolle für technisches Personal, Forscher und Rettungskräfte einnehmen. Schon heute werden teilweise Roboter mit Kameras eingesetzt, um etwa Kanalsysteme zu inspizieren. Verschiedene Hersteller arbeiten eifrig daran, sie auch für gefährlichere Umgebungen zu rüsten.

Käfig hilft bei Flugbalance

Eines davon ist Flyability, wo man schon seit einiger Zeit eine Drohne namens "Gimball" entwickelt. Der Name ist dabei Programm. Denn dank eines "Schutzkäfigs" sieht das Gerät rund aus. Betrieben wird sie konventionell mit Rotoren, die, wie der Rest der Hardware, von dem netzartigen Gehäuse vor Schaden bewahrt werden sollen.

Der Käfig kann sich frei um die Drohne herum drehen. Stößt Gimball an einem Hindernis an, gerät er zwar in Bewegung, der Roboter selbst kommt dadurch aber nicht aus dem Gleichgewicht und fliegt stabil weiter. Das Gerät muss auch nicht unbedingt in der Luft fortbewegt werden, sondern kann durch diese Konstruktion auch rollen, was zusätzliche Einsatzgebiete eröffnet.

foto: flyability

Testlauf in den Schweizer Alpen

Gimball nähert sich dem Ende seiner Entwicklung. Für aktuelle Vorproduktionsmodelle sucht Flyability Partner, um durch Einsätze in verschiedenen Szenarien weitere Verbesserungen zu implementieren.

Kürzlich hat man sich dafür auch mit der Bergrettung am schweizerischen Zermatt zusammen getan. In 3.500 Metern Seehöhe schickte man die Drohne über schneebedeckte Abhänge und durch tiefe Gletscherspalten. Dokumentiert wurde das winterliche Experiment in einem Youtube-Video. (gpi, 11.2.2016)

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