Kia Sportage: Komplett neu statt abgestaubt

31. Jänner 2016, 11:02
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Weil die Konkurrenz so groß geworden ist, erhöht Kia die Taktzahl und bringt statt eines Facelifts nach nur fünf Jahren einen neuen Sportage. Er schaut knackiger aus und kombiniert Allrad mit Doppelkupplungsgetriebe

Barcelona – 1993 brachte Kia in Europa den ersten Sportage auf den Markt. Elf Jahre später die zweite Generation, 2010 die dritte. Eigentlich schaut der 2010er-Sportage eh noch ganz frisch aus. Dennoch schiebt Kia nun, nach nur fünf Jahren, einen komplett neuen Sportage nach. Der Grund dafür dürfte ein einfacher sein. Als der erste Sportage herauskam, kannte er kaum Konkurrenz. Heute, nach 3,5 Millionen verkauften Sportage weltweit, kämpft er mit rund 30 anderen C-SUVs um Marktanteile. Und weil Kia selbst sagst, dass der Sportage das Aushängeschild ist, darf er eben kein Fitzelchen Staub ansetzen.

foto: kia
Am sportlichsten schaut der neue Kia Sportage in der GT-Line aus – mit den Eiswürfel-Nebelscheinwerfern – die es nur für die Top-Motorisierungen (177 und 185 PS) gibt. Los geht es mit 116 Diesel-PS.

Im Detail hat er das aber doch. Ein Fitzelchen. Denn Kia bietet zwar optional die Möglichkeit, Geräte induktiv in der Mittelkonsole zu laden – die meisten Smartphones selbst können das noch gar nicht nutzen – aber MirrorLink und Co sucht man in der Infotainmenteinheit vergebens.

Handling und Komfort

Doch vermutlich ist die vielgepriesene Connectivity eh nicht das, wonach der Kia Kunde schreit. Ziemlich sicher sogar stehen Komfort und ein besseres Handling des Autos weiter oben auf der Prioritätenliste. Und da kommt Kia den Kunden mit dem Sportage sogar sehr weit entgegen.

foto: kia
Innen wirkt der Sportage gediegen und fast ein wenig fad.

Der Komfort war ja eh nie ein Schwachpunkt bei Kia. Aber es sind so Details, wie Ziernähte, die das Armaturenbrett bereichern, auch wenn sie nicht echt sind, die einfach charmant sind. Überhaupt wirkt der Sportage innen sehr gediegen. Vielleicht sogar ein bisserl altbacken oder eben stilvoll. Er ist deutlich leiser als sein Vorgänger – dort ein bisserl Schaum, da eine neue Folie in der Windschutzscheibe machten das möglich. Der beste Platz im Auto scheint der Beifahrersitz zu sein. Da spielt der neue Sportage alle seine Stärken aus.

foto: kia
Das Heck ist eindeutig die Schokoseite des Sportage.

Den Fahrer freut, dass der Sportage angenehm straffer geworden ist, er mehr Feedback über Fahrwerk und Lenkung gibt.

Drei Diesel und zwei Benziner bietet Kia für den Sportage an. Wobei gerade der 1,6 Liter große Turbo-Benziner mit dem Allradantrieb von Magna und dem Doppelkupplungsgetriebe besonders gut zum Auto passt. (Guido Gluschitsch, 31.1.2016)

Nachlese:

Der Vorgänger: Zimmer mit kleiner Aussicht

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Kia

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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