Facebook: Belgisches Urteil wegen Wort "Cookie" hinfällig

29. Jänner 2016, 13:07
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Der IT-Konzern bekämpft das Urteil eines belgischen Gerichts mit allen Mitteln

Ein belgisches Gericht hat Facebook dafür verurteilt, auch das Surfverhalten von Nicht-Mitgliedern durch sogenannte Cookies auszuspionieren. Wenn Facebook das Urteil nicht befolgt, drohen Strafen in der Höhe von 250.000 Euro täglich. Doch Facebook legt nun Berufung gegen das Urteil ein – und argumentiert nicht nur inhaltlich, sondern auch verfahrenstechnisch. So beklagt der Konzern, dass Wörter wie "Cookie", "Browser" und "Homepage" nicht in der niederländischen, deutschen oder französischen Sprache vorkämen. Urteile müssen in Belgien aber vollständig in eine der Sprachen verfasst seien.

Cookie "schützt" Nutzer laut Facebook

Daher sei das Urteil hinfällig, so die Facebook-Anwälte. Der Spiegel verweist allerdings darauf, dass der Duden diese Begriffe durchaus kenne und sie daher Teil der deutschen Sprache seien. Facebook verweist allerdings darauf, auch inhaltlich gegen das Urteil argumentiert zu haben. So solle der Cookie Nicht-Nutzer "schützen". Facebook hat den Richterspruch bislang so befolgt, dass Nicht-Nutzer nicht mehr auf Facebook-Seiten zugreifen können. (red, 29.1.2016)

  • Facebook blockiert schon länger Nicht-Nutzer in Belgien
    foto: ap/sakuma

    Facebook blockiert schon länger Nicht-Nutzer in Belgien

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