Rechtspopulistentreffen: Strache sieht sich als "Garant des Friedens"

29. Jänner 2016, 10:20
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Rechtspolitiker wettern gegen die EU und drängen auf Grenzkontrollen

foto: apa/afp/giuseppe cacace
Zeigt sich gern an der Seite europäischer Rechter: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (li.) mit Marine Le Pen (Front National) und Matteo Salvini (Lega Nord).

Mailand – Beim Treffen europäischer Rechtsparteien in Mailand hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache die Rolle europaskeptischer Gruppen in Europa hervorgehoben. "Wir sind die Zukunft, die Hoffnung unserer Mitbürger in ihren Ländern und Garanten des Friedens", sagte Strache am Donnerstagabend.

"Nur wer die eigene Heimat liebt, kann auch andere Länder lieben. Die europäische Einheit muss die Verschiedenheit der Völker berücksichtigen", sagte Strache in seiner Ansprache bei einem öffentlichen Treffen unter anderen mit der Chefin des französischen Front National, Marine Le Pen, dem Europaabgeordneten des belgischen Vlaams Belang, Tom Van Grieken, und dem Chef der italienischen Lega Nord, Matteo Salvini.

"Schengen ist tot"

Die Rechtspolitiker betonten, dass das Schengen-Abkommen am Ende sei. "Wenn eine Linksregierung wie jene in Schweden beschlossen hat, 80.000 Personen auszuweisen, denen sie das Asylrecht verweigert hat, bedeutet das, dass Schengen tot ist", sagte Salvini. Er drängte Italien zu schärferen Grenzkontrollen gegenüber Österreich und Slowenien. "Wenn Italien das einzige Land ist, das seine Grenzen nicht kontrolliert, kommen alle Migranten in unser Land."

Le Pen warnte vor einer Masseneinwanderung, die von den "Lobbys in Brüssel" genützt werde, "um die Länder verarmen zu lassen und die europäische Zivilisation zu zerstören". Die EU sei ein "politischer und menschlicher Betrug". (APA, 29.1.2016)

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