Leopold Museum sucht Paten für restaurierungsbedürftige Werke

28. Jänner 2016, 12:22
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Ausstellung "Verborgene Schätze der Sammlung" zeigt Gemälde, Kunsthandwerk und Möbel

Wien – Mit der Ausstellung "Verborgene Schätze der Sammlung" (29. Jänner bis 22. Februar) macht sich das Leopold Museum auf die Suche nach Paten für 180 Kunstwerke. Hingewiesen werden soll dabei auf jenen Sammlungsbestand, der bereits in einem restaurierungsbedürftigen Zustand in die Stiftung eingebracht wurde und dessen Konservierung bisher aus Zeit- und Geldmangel nicht erfolgen konnte.

Dies betrifft laut Angaben des Hauses nicht nur einige der rund 1.000 Gemälde, die die Sammlung Leopold umfasst, sondern auch Werke im Bereich des Kunsthandwerkes. So konnte etwa eine Reihe von Möbelstücken, die im Umfeld von Josef Hoffmann und Koloman Moser um 1900 entstanden sind, aufgrund notwendiger konservatorischer Maßnahmen bisher nicht gezeigt werden. Auch zahlreiche Metallobjekte aus dieser Zeit würden einer dringenden Reinigung bedürfen.

"Apell an das Mäzenatentum"

Unter den Gemälden findet sich etwa Josef Dobrowskys "Dame mit rotem Kopftuch" aus dem Jahr 1952. Für die Restaurierung (ohne Verglasung und Rahmung) veranschlagt das Museum 3.690 Euro. Albin Egger-Lienz' "Pieta" aus 1926 kommt auf 1.150 Euro, für Glasschutz und Halterung kommen weitere 7.700 Euro dazu.

Direktor Hans-Peter Wipplinger und die kaufmännische Direktorin Gabriele Langer verstehen die Schau laut Aussendung als "Appell an das bürgerliche Mäzenatentum". Für spendierfreudige Kunstfreude gibt es als Anreiz eine Urkunde, eine Spendenbestätigung und auf Wunsch auch eine Namensnennung beim Kunstwerk. (APA, 28.1.2016)

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