Uber muss Taxi-Vereinigung in Frankreich Millionen zahlen

27. Jänner 2016, 16:17
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Fahrer des Unternehmens sollen nicht nur auf Auftrag gefahren sein, sondern als "ganz normale" Taxis nach Kunden Ausschau gehalten haben

Paris – Die französische Justiz hat am Mittwoch den Fahrdienstanbieter Uber zur Zahlung von 1,2 Millionen Euro an einen Taxi-Verbund verurteilt. Ein Gericht in Paris gab damit einer Klage gegen Uber-Fahrer statt, das Geld soll an die Nationale Taxi-Vereinigung (UNT) fließen. Sie versammelt mehrere Arbeitnehmervertretungen der Branche.

Den Uber-Fahrern war vorgeworfen worden, dass sie sich in den Straßen wie reguläre Taxifahrer verhalten und in der Stadt auf der Suche nach Kunden umherfahren. Uber funktioniert eigentlich über Bestellungen per Smartphone-App oder Browser. Uber Frankreich sah sich vor Gericht mit dem Vorwurf konfrontiert, an dieser Stelle nicht klar mit seinen Fahrern kommuniziert zu haben. Das Unternehmen wies das zurück. Die Fahrer seien darüber informiert, dass sie nach einer Fahrt mit ihren Privatautos direkt zurückfahren müssten.

Das Gerichtsurteil wurde einen Tag nach massiven Streiks und Protesten der Taxifahrer gegen die zunehmende Konkurrenz durch private Fahrdienstanbieter gefällt. Sie setzten ihre Aktionen auch am Mittwoch fort. (APA, 27.1.2016)

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