Syriens Opposition lässt weiterhin Teilnahme an Friedensgesprächen offen

27. Jänner 2016, 15:26
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Komitee bekräftigt in einem Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon Bedingungen

Damaskus – Syriens Opposition lässt eine Teilnahme an den für Freitag geplanten Friedensgesprächen mit der Regierung weiter offen. Das in der saudischen Hauptstadt Riad ansässige Verhandlungskomitee der Regimegegner traf sich am Mittwoch den zweiten Tag in Folge, um über eine Einladung von UN-Sondervermittler Staffan de Mistura zu den Gesprächen zu beraten, wie ein Sprecher des Gremiums erklärte.

In einem Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte das Komitee zuvor mehrere Bedingungen bekräftigt. So forderte die Opposition vor einem Verhandlungsbeginn erneut ein Ende der Blockaden syrischer Städte durch das Regime, humanitäre Hilfstransporte sowie den Stopp der Luftangriffe. Der Sprecher erklärte, das Verhandlungskomitee warte nun auf eine Antwort Bans.

Seit Tagen gibt es einen Streit, wer die Opposition in Genf vertritt. Das von mehreren Gruppen der Regimegegner gegründete Komitee will darüber allein entscheiden. Russland hingegen fordert als enger Verbündeter des Regimes die Teilnahme weiterer Oppositionsvertreter. Moskau will unter anderem, dass die syrische Kurden-Partei PYD an den Verhandlungen teilnimmt. Dabei handelt es sich um einen Ableger der in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die Opposition und die Türkei lehnen eine Teilnahme der PYD ab. (APA, 27.1.2016)

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