Wie kostenlose Dienste und Apps das Lernen vereinfachen

30. April 2016, 10:14
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Vokabeltrainer, Übersetzer und Mathematik-Helfer für Browser und Smartphone – das Internet ist im Lernalltag angekommen

Kaum ein Schüler heutzutage könnte heutzutage von sich behaupten, beim Lernen noch nie vom Internet profitiert zu haben. Hierbei gibt es einige Arten, wie das World Wide Web beim Pauken behilflich sein kann.

Neben den allseits bekannten Diensten wie dem Google-Übersetzer, dem man, wie schmerzlich erfahren, nicht blind vertrauen sollte, und der von Lehrern verhassten Seite Wikipedia gibt es eine Menge anderer hilfreicher Geheimtipps.

Vokabeln einprägen einmal anders

Mittlerweile zum Sprachen lernen unverzichtbar ist für mich die App "Quizlet" (Browser, iOS, Android), die es ermöglicht verschiedene Vokabel auf unzählige Arten einzutrainieren. Von Unit One aus dem Englischbuch, über Unite Cinq der Französischvokabeln zu Módulo Cinco der Spanischbegriffe: hier sind bereits unzählige Übungen gespeichert, was den zeitaufwändigen Prozess des Eintippens erspart.

Ist der benötigte Lernfolder gewählt, gilt es zu entscheiden, wie man sich am liebsten beim Einprägen helfen möchte. Zur Auswahl stehen Online-Karteikarten, ein Memory-Spiel mit den benötigten Begriffen oder eine digitale Abfrage der Vokabeln. Letzteres hat mir schon so manche Vokabelüberprüfungen gerettet! Alles in allem ist die App durchaus empfehlenswert und für einige Klassenkameraden unverzichtbar geworden.

Verständlich Online-Übersetzen

Generell sollte man aber das Benutzen des Internets in punkto Sprachen mit Vorsicht genießen. Ich bin nicht die Einzige, die gerne ganze Aufsätze in zahlreiche Übersetzer-Seiten eintippt und dabei stets gewaltig auf die Nase fällt.

Lange hat es gedauert bis ich eine Website gefunden habe, der ich meine Französisch-Hausaufgaben anvertrauen kann: Das Leo-Dictionary ist nicht unbekannt, hält aber das was es verspricht. Es bietet zur Abwechslung eine fehlerfreie Übersetzung mit Audio-Hilfe bei der Aussprache.

Mathe-Nachhilfe to go

Für alle Mathematik-Muffel ist die App "PhotoMath" (iOS, Android) der Hit. Hier ist es möglich, Rechnungen jeglicher Art abzufotografieren und innerhalb einer, zugegeben nicht kurzen, Zeitspanne die Lösung präsentiert zu bekommen. Auf einen Klick ist zusätzlich auch der Rechenweg verfügbar.

Hat man immer noch Probleme, den Rechenschritt nachzuvollziehen, erklärt das Programm die Vorgangsweise verständlich und ausführlich. Mit dieser Hilfe wird es in Zukunft vielleicht sogar möglich sein, die Mathehausübung in weniger als einer Stunde zu absolvieren!

microblink

Internet im Lernalltag angekommen

Diese drei Hilfsmittel sollten den lernintensiven Schulalltag ein wenig erleichtern, und wer weiß vielleicht macht Vokabel büffeln eines Tages sogar Spaß?

In einem Punkt aber sind wir uns alle einig: Lernen mit der vollkommenen Verweigerung des Internets wird nicht mehr lange möglich sein. Denn immer mehr Lehrkräfte verlangen die Verwendung des Webs in den heiligen Hallen der Schule. Benutzt werden immer öfter Online-Plattformen, über die Aufgaben gestellt, erfüllt und korrigiert werden. Auch Videos im Internet werden konsumiert, um sich den Stoff zu veranschaulichen. Das Recherchieren im Netz ist ein normaler Teil des Unterrichts geworden.

Und: sowohl Schülern als auch Lehrern scheint dieser frische Wind zu gefallen, kaum jemand äußert sich negativ zu dieser Entwicklung. Internet und Schule wachsen mehr und mehr zusammen und die Beziehung wird im Laufe der Zeit wohl immer enger werden. (Sonja Koller, 30.04.2016)

  • Apps wie PhotoMath erleichtern das Lernen.
    foto: photomath

    Apps wie PhotoMath erleichtern das Lernen.

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