Proteste bei Besuch des japanischen Kaisers auf den Philippinen

27. Jänner 2016, 12:45
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Einst zur Prostitution gezwungene Philippinerinnen verlangen Entschuldigung und Entschädigung

Manila – Dutzende einst von japanischen Besatzern zur Prostitution gezwungene Philippinerinnen haben beim Besuch des japanischen Kaisers in Manila protestiert. Sie verlangten am Mittwoch eine öffentliche Entschuldigung sowie Entschädigungen.

Die Frauen demonstrierten vor den Toren des Präsidentenpalastes, wo Präsident Benigno Aquino seine Gäste, Kaiser Akihito und dessen Frau Michiko, empfing. "Nein zu neuem japanischen Militarismus" stand auf einem Plakat, "Nein zu einer militärischen Allianz mit Japan" auf einem anderen.

Japan hatte bei seinem Eroberungsfeldzug durch Asien während des Zweiten Weltkriegs auch die Philippinen eingenommen. Nach Schätzungen wurden damals rund 1.000 Frauen zur Prostitution gezwungen.

"Wir waren noch sehr jung, als wir unsere Würde verloren haben", sagte Narcisa Claveria (85), eine der betroffenen Frauen. "Wir haben die ganzen Jahre keine Gerechtigkeit erlebt."

Viele Frauen sind schon tot. Der Pressesprecher des Kaisers sagte, Akihito habe im Gespräch mit Aquino Bedauern über die japanischen Gräueltaten geäußert. (APA, 27.1.2016)

  • Ehemalige philippinische "Sex-Sklavinnen" der japanischen Besatzer protestieren gegen den Besuch des Kaisers.
    foto: afp photo / noel celis

    Ehemalige philippinische "Sex-Sklavinnen" der japanischen Besatzer protestieren gegen den Besuch des Kaisers.

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