Millionenstrafe für Begründer von Bikram-Yoga wegen Mobbings

27. Jänner 2016, 12:23
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Klägerin hatte sich für sexuell belästigte Frauen eingesetzt

Los Angeles – Wegen Mobbings und Belästigung ist der Begründer von Bikram-Yoga in den USA zu einer Millionenstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Los Angeles gab einer Anwältin Recht, die für Bikram Choudhury gearbeitet hatte. Nach ihren Angaben wurde sie von dem Mann hinter dem weltweiten Bikram-Imperium gemobbt, nachdem sie gegen die sexuelle Belästigung von Frauen im Unternehmen Stellung bezogen hatte.

Bikram-Yoga wird in extra aufgeheizten Räumen praktiziert und ist weltweit verbreitet. Die Klägerin Minakshi Jafa-Bodden leitete die Rechtsabteilung des Imperiums. Als solche sprach sie nach eigenen Angaben mehrere ihr zugetragene Fälle von sexueller Belästigung und sexuellen Übergriffen am Arbeitsplatz an. Unter anderem ging sie Vorwürfen nach, dass eine Praktikantin vergewaltigt worden sei. Wegen ihres Einsatzes für die Frauen wurde sie nach eigenen Angaben schikaniert und bedroht und schließlich gefeuert.

40 Autos, trotzdem bankrott

Choudhury soll laut dem am Dienstag gefällten Urteil der Klägerin 6,47 Millionen Dollar (sechs Millionen Euro) Schadenersatz und Schmerzensgeld zahlen. Am Montag hatte ihn die Jury in dem Fall bereits zu knapp einer Million Euro Entschädigung verurteilt.

Der aus Indien stammende Choudhury soll nach seiner Übersiedlung in die USA mit seiner Yoga-Idee immensen Reichtum angehäuft haben. Vor Gericht erklärte der 69-Jährige allerdings, dass er – trotz beispielsweise bis zu 40 Luxusautos in seiner Garage – kurz vor dem persönlichen Bankrott stehe. (APA, 27.1.2016)

  • Bikram Choudhury bei einer Stunde in Los Angeles.
    foto: ap/reed saxon

    Bikram Choudhury bei einer Stunde in Los Angeles.

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