Zentrales Ballspielfeld der Aztekenhauptstadt freigelegt

27. Jänner 2016, 11:40
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Am Rande befand sich eine Opferstätte, die Halswirbel von Kindern und Jugendlichen enthielt

Mexiko-Stadt – Archäologen haben im Zentrum von Mexiko-Stadt Überreste des zentralen Spielfeldes der früheren Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan entdeckt. Das dem heutigen Pelota ähnelnde Spiel hatte bei den Azteken auch rituelle Bedeutung. Das Feld befinde sich südlich vom Tempel des Windgottes Ehécatl, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) mit.

Unter einer Treppe am Rande des Feldes sei eine Opferstätte mit Halswirbeln von Kindern und Jugendlichen gefunden worden. "Es ist denkbar, dass sie als Tribut an die Götter geopfert wurden. Sie galten wohl als Nährstoff für den Fortgang des Lebens", sagte die Archäologin María García Velasco.

Das moderne Mexiko-Stadt wurde auf den Resten von Tenochtitlan errichtet. Die Spanier eroberten die Stadt im Jahr 1521, zerstörten sie fast vollständig und gründeten an gleicher Stelle die Hauptstadt des damaligen Vizekönigreichs Neuspanien. (APA, red, 27. 1. 2016)

  • Blick auf das, was gewissermaßen der Vorläufer des heutigen Aztekenstadions von Mexiko-Stadt war.
    foto: inah

    Blick auf das, was gewissermaßen der Vorläufer des heutigen Aztekenstadions von Mexiko-Stadt war.

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