Die Norm bestimmt die "schwarze" Piste

27. Jänner 2016, 11:35
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Normen sollen Orientierung bei schwierigen Schneeverhältnissen bieten

Wien – Die warmen Temperaturen dürften auch in den Semesterferien für schwierige Schneeverhältnisse auf den Pisten sorgen. Der schwere Schnee oben und patzige Kunstschneeabfahrten weiter unten bedeuten verschärfte Anforderungen an das Können der Wintersportler. Damit dem Skispaß dennoch nichts im Wege steht, kann man sich an den festgelegten Normen orientieren.

Für eine sichere Abfahrt sorgt etwa die Önorm S 4611: Sie regelt die Einteilung von Skipisten in verschiedene Schwierigkeitsgrade von Blau bis Schwarz und stellt sicher, dass die grafischen Symbole auf den Hinweis- und Warntafeln sprachungebunden sind. "Das heißt, die Önorm leistet einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Unfallgefahren", sagte Karl Grün, Director Standards Development bei Austrian Standards.

Verletzungsrisiko minimieren

Damit der Wintersport auch wetterunabhängig Spaß bereitet, finden sich in Österreich rund 20.000 Beschneiungsgeräte, die Pisten mit Kunstschnee versorgen. "Entscheidend für die Qualität und Haltbarkeit des Schnees ist unter anderem die Beschaffenheit des Wassers", erklärte Grün. Damit die Schneekanonen also unbedenklich für Umwelt, Mensch und Tier sind, erörtert die Önorm M 6257 die hygienisch mikrobiologischen, physikalischen und chemischen Anforderungen.

Für die Skipistenpflege sorgt indirekt die Önorm EN 15059, die Anforderungen an Pistenpflegegeräte definiert. "Wichtig ist etwa die Warneinrichtung, die beim Verlassen des Fahrerhauses ertönt, wenn die Feststellbremse nicht eingelegt ist. Die Pflege der Pisten ist eine Aufgabe, die nicht nur im Winter durchgeführt wird – die gleichen Geräte sind auch im Sommer bei Hitze im Einsatz", sagte Grün.

Normen können zwar keinen Unfall verhindern, tragen aber dazu bei, das Verletzungsrisiko zu minimieren. Beim Ski selbst sind gleich mehr als fünf Önormen im Einsatz, wenn es darum geht, die elastischen Eigenschaften, Deformations- und Bruchlast, Biegeschwung, Kantengriff und Spurstabilität zu untersuchen. Auch für Skistöcke, Brille und Helme gibt es entsprechende Standards. (APA, 27.1.2016)

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    foto: turracher höhe
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