Illegale Müllberge wachsen im Libanon

Ansichtssache26. Jänner 2016, 17:58
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Proteste gegen Pläne der Regierung, den Abfall ins Ausland zu exportieren

Beirut – Der Libanon kämpft mit einer Müllkrise. Im Juli wurde die wichtigste Mülldeponie der Hauptstadt Beirut geschlossen, nachdem die Regierung den Vertrag mit der Betreiberfirma nicht verlängert hatte. Seither wird der Abfall oft wochenlang nicht abgeholt. Die Menschen verbrennen den Müll, werfen ihn in Flüsse oder in die Landschaft: Es bilden sich immer neue illegale Mülldeponien, die schwere ökologische Folgen nach sich ziehen. Bei Protesten im Sommer kam es zu schwere Ausschreitungen.

Mitte Jänner gab es erneut Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften vor dem Umweltministerium in Beirut. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben zehn Demonstranten fest. Die Gruppe "Wir fordern Rechenschaft" hatte Pläne der Regierung kritisiert, Abfall ins Ausland zu exportieren. Mit lautstarken Protesten forderten sie mehr Transparenz.

Die Regierung wird immer wieder kritisiert, die Infrastruktur des Landes zu vernachlässigen. Auch 25 Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs kommt es in Beirut täglich zu Stromausfällen. (red, 26.1.2016)

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