EU-Kommission schätzt Wirtschaftsmigranten-Anteil auf 60 Prozent

26. Jänner 2016, 14:50
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Sprecher pocht auf klare Differenzierung zwischen Asylsuchenden und Wirtschaftsmigranten

Brüssel – Die EU-Kommission schätzt den Anteil der Wirtschaftsmigranten am gesamten Flüchtlingsstrom zumindest für den Dezember des Vorjahrs auf 60 Prozent ein. Die entsprechenden Zahlen der EU-Grenzschutzbehörde Frontex seien aber noch nicht endgültig ausgearbeitet, sagte eine Kommissionssprecherin am Dienstag. Zuletzt hatte auch Kommissionsvize Frans Timmermans von 60 Prozent gesprochen.

Differenzierung gefordert

Diese Wirtschaftsmigranten hätten kaum Aussicht auf Asyl, erklärte die Kommission. "Natürlich sind mehr und mehr Wirtschaftsmigranten nach Europa gekommen. Sie nutzten offenbar den Flüchtlingsstrom", sagte ein Sprecher. Deswegen sei es notwendig, Flüchtlinge ohne Aussicht auf Asyl zurückzuschicken. "Es muss eine klare Differenzierung zwischen zu schützenden Asylsuchenden sein und Wirtschaftsmigranten, die zurückgesendet werden." Deshalb sei es auch wichtig, die Hotspots mit der Registrierung von Fingerabdrücken einzurichten.

Eine Sprecherin erklärte zur Rückführung, derzeit gebe es kein Abkommen mit Marokko. Die EU-Kommission sei aber bestrebt, das zu erreichen, und verhandle darüber. (APA, 26.1.2016)

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