Spieler auf den Barrikaden: Was läuft schief bei "Destiny"?

26. Jänner 2016, 11:26
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Mangelnde Transparenz und fehlende Updates bringen Fanbasis des Shooters in Rage

Auf Branchenseiten und in Gamingforen sind dieser Tage wenig positive Worte zum Online-Shooter "Destiny" zu lesen. Auslöser dafür war ein Bericht, wonach der nächste große Nachschub an Inhalten, geführt unter dem Titel "Destiny 2", nicht wie geplant im September 2016 ausgeliefert wird und gar erst nächstes Jahr erscheinen könnte.

Gleichzeitig geriet Hersteller Bungie aufgrund einiger mittlerweile wieder zurückgezogener Änderungen im Matchmaking-System in die Kritik, die zu gröberen Verbindungsverzögerungen (Lags) führten, die von Spielern noch dazu zum Nachteil anderer ausgenutzt werden konnten. Hinzu kommt, dass sich einige der engagiertesten Spieler der Community von den Entwicklern stiefmütterlich behandelt fühlen, da derartige Neuerungen ohne vorangegangene Information vorgenommen wurden.

Große Enttäuschung

"Für eine Community, die bereits lautstark Fragen stellt nach der Zukunft eines Franchises, in die sie hunderte Stunden investiert haben, wird die jüngste Nachricht eine große Enttäuschung sein", schreibt Eurogamer.

Seit der Veröffentlichung der Erweiterung "The Taken King" im vergangenem September habe sich nicht mehr viel getan in dem Spieluniversum, das von Anfang an als lebender und sich laufend weiterentwickelnder Kosmos definiert wurde. Für fortgeschrittene Spieler gebe es nun noch kaum Neues zu tun.

Mangelnde Transparenz

Das größte Problem sei neben den spärlichen Updates die mangelnde Transparenz seitens Bungie. "Selbst angesagte Youtuber wie Datto, der in Übertragungen von Bungie aufgetreten ist und ins Studio eingeflogen wurde, haben das Spiel bereits verlassen – zumindest vorübergehend", so Eurogamer in einem Kommentar. "Bungie muss sich gegenüber der Community mehr öffnen und die Leute wissen lassen, was sie erwarten können."

Die Verärgerung der treuen Fanbasis bringt sowohl Hersteller Bungie als auch Herausgeber Activision unter Druck. "Destiny" wurde als großes neues Shooter-Standbein von Activision angelegt und erhielt dafür massive finanzielle Unterstützung, die über zehn Jahre hunderte Millionen Dollar umfasst. "Das ist eine schlechte Situation, aber sie ist lösbar", schreibt VG247. "Ich bin sicher, dass sich der Sturm legt, wenn die neuen Inhalte angekündigt werden. Doch Schlagzeilen, die sagen, dass das Spiel stagniert und Foren voller verärgerter Süchtiger ist nicht das, das 'Destiny' braucht." (zw, 26.1.2016)

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    foto: destiny
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