Arbeiterkammer: Telefonieren und Surfen in Österreich wieder deutlich billiger

26. Jänner 2016, 10:37
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Jahresvergleich zeigt günstigere Tarife dank neuer Anbieter

Nach den Preissteigerungen der vergangenen Jahre am österreichischen Mobilfunkmarkt, können Kunden nun wieder sparen. Und zwar ordentlich, wie eine Analyse der Arbeiterkammer (AK) zeigt. Die Kosten für mobiles Telefonieren und Surfen sind demnach um bis zu 30 Prozent niedriger als noch vor einem Jahr.

Wieder mehr Anbieter

Grund dafür ist das breitere Angebot, da in den vergangenen Monaten zahlreiche neue Mobilfunkanbieter hinzugekommen sind. So sind unter anderem die UPC, Hot, Spusu, Eety und Allianz Sim gestartet. Die Arbeiterkammer hat die Handypreise von 17 Anbietern zwischen Jänner und Dezember 2015 analysiert. Durchschnittsnutzer können nun mit dem richtigen Tarif bis zu 29,9 Prozent sparen, Intensivnutzer gut 14,7 Prozent.

"Billiger telefonieren und surfen heißt es meist mit kleineren und neuen Anbietern. Sie verrechnen in der Regel auch keine Aktivierungskosten oder jährlich wiederkehrende Servicepauschalen", so die AK in einer Aussendung. Demnach haben sich die Preise bei den drei Platzhirschen A1, T-Mobile und Drei kaum verändert, allerdings wurden die enthaltenen Datenfreimengen erhöht. Meist gibt es auch EU-weite Freieinheiten. Grundgebühren, Servicepauschalen und Aktivierungskosten sind hier fast unterverändert.

Unlimitierte Tarife und fixe Mengen

Während die großen Mobilfunker meist unlimitierte Tarife bieten, gibt es bei den neuen Anbietern eher fixe Mengen an Minuten, SMS und Daten. Wer mehr verbraucht als im Tarif inkludiert, zahlt laut AK zwischen 3,9 und 40 Cent. Mit ihren günstigeren Angeboten konnten die neuen Anbieter den etablierten Mobilfunkern bereits einige Kunden abspenstig machen. Hot vom Diskonter Hofer gewann innerhalb eines Jahres 500.000 Kunden, die vor allem von der A1-Gruppe und T-Mobile stammen.

Im Netz der Großen

Bei allen neuen Anbietern handelt es sich um sogenannte Mobile Virtual Network Operator (MVNO). Sie betreiben keine eigene Infrastruktur, sondern sind in den Netzen von A1, T-Mobile und Drei eingemietet. Die Öffnung der Netze für mehr virtuelle Anbieter war eine der regulatorischen Bedingungen für die Übernahme von Orange durch Drei im Jahr 2013. Im heurigen Jahr werden noch weitere neue Anbieter erwartet, unter anderem Rapid Mobile.

Wer den für sich günstigsten Tarif finden will, kann die Angebote mit Online-Tools vergleichen. So bietet die Arbeiterkammer einen Tarifrechner an, einen weiteren Vergleich gibt es auf Durchblicker.at. (Birgit Riegler, 26.1.2016)

  • Österreichische Handykunden können wieder sparen.
    foto: apa/dpa/peter kneffel

    Österreichische Handykunden können wieder sparen.

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