Mit extrem dünnen Sensoren Brustkrebs ertasten

26. Jänner 2016, 09:48
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Mit drucksensiblen Nanofasersensoren sollen Empfindungen aufgezeichnet werden können, die erfahrene Ärzte wahrnehmen

Tokio – Superdünne druckempfindliche Sensoren könnten den Erfindern zufolge eines Tages Ärzten helfen, bei Brustkrebsuntersuchungen Tumore aufzuspüren. Die Nanofasersensoren könnten in zum Abtasten verwendete Gummihandschuhen integriert werden, sagen Forscher aus Japan und den USA.

Wie die Wissenschaftler in der Studie im britischen Fachmagazin "Nature Nanotechnology" schreiben, sind die Sensoren nur 3,4 Mikrometer stark – nicht einmal halb so dick wie Frischhaltefolie. Die Sensoren würden erlauben, die Untersuchung in digitaler Form aufzuzeichnen, erklären die Forscher um Takao Someya von der Universität Tokio und Shigang Suo von der Universität Harvard. Damit könnten die Ergebnisse an andere Ärzte an einem anderen Ort weitergegeben werden. "Der neue Sensor würde es ermöglichen, das menschliche Empfinden zu messen, so dass die Ergebnisse des Abtastens sogar über Distanz geteilt werden könnten", so Someya.

"In Zukunft könnten wir gewisse Empfindungen aufzeichnen und fühlbar machen, die nur von einem erfahrenen Arzt wahrgenommen werden können", erläutert der Wissenschafter. Seinen Angaben zufolge arbeiten viele andere Forscher an der Entwicklung flexibler Drucksensoren, doch seien diese anfällig, wenn sie gebogen oder gedreht würden. Ihr neuer Sensor registriere jedoch Druck selbst dann noch akkurat, wenn er wie Stoff verdreht werde, erklären die Wissenschafter. (APA, AFP, 26.1.2016)

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