Zebrastreifen dienen nicht der Tarnung – Transgene Affen könnten Autismus verstehen helfen

26. Jänner 2016, 05:30
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Die Streifen der Zebras dienen nicht der Tarnung

Calgary – Die Frage, warum Zebras Streifen haben, hat schon Charles Darwin und Alfred Russel Wallace beschäftigt, die Begründer der Evolutionstheorie. Lange ging man davon aus, das Fellmuster verwirre Löwen und andere Feinde und mache die Tiere schlechter erkennbar.

Diese Theorie wird seit längerem in Zweifel gezogen, nun auch von Biologen um Amanda Melin (Universität Calgary) im Fachblatt "PLoS One" nach aufwendigem Fotostudium und Berechnungen. Für Löwen und Hyänen werden Zebras durch die Streifen defintiv nicht schlechter erkennbar, was für alle Hintergründe und Helligkeiten gilt. Auch zur Identifikation von Artgenossen sind die Streifen unbrauchbar. Sie helfen stattdessen, lästige Insekten zu verwirren. (tasch)

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PLoS One: "Zebra Stripes through the Eyes of Their Predators, Zebras, and Humans"

Transgene Affen könnten Autismus verstehen helfen

Peking – Autismus ließ sich bis jetzt am Tiermodell kaum untersuchen, weil die Krankheit komplex ist. Chinesischen Forschern um Zilong Qiu gelang es nun, Affen gentechnisch so zu verändern, dass Gen MECP2 Defekte aufweist, wie sie in "Nature" schreiben. Dieses defekte Gen ist beim Menschen mitverantwortlich für autistische Symptome. (red, 26.1.2016)

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