Gestohlene Kindheit: Kinder der Mühl-Sekte in "Kreuz & quer"

26. Jänner 2016, 07:30
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In der 2009 entstandenen Dokumentation kommen auch die Eltern zu Wort

Wien – Einmal habe sie ein Stück Schokolade von Otto Mühls Milka-Vorräten geklaut, erzählt Nina und zeigt auf ein Foto, das ein Kind auf dem Schoß seiner Mutter zeigt: "Danach wurde ich stundenlang fertiggemacht." – "Ich hatte Angst vor ihm", erzählt Andy. An einen "extrem sympathischen Menschen", erinnert sich Attila.

Wie unterschiedlich es Menschen geht, die als Kind den Psychoterror, Erniedrigungen, Beschimpfungen und Schläge der Mühl-Sekte aushalten mussten, fragt Juliane Großheim im Film Die Kinder vom Friedrichshof, zu sehen im Rahmen von Kreuz & quer am Dienstag um 22.30 Uhr.

In der 2009 entstandenen Dokumentation kommen auch die Eltern zu Wort. 2013 fand Paul-Julian Robert mit Meine keine Familie einen persönlichen Zugang und rief die Ereignisse ein weiteres Mal in Erinnerung. Ein nachdenklicher, trauriger Film über gestohlene Kindheiten. (prie, 26.1.2016)

  • Andy und Jenny Simanowitz lebten in der Kommune.
    foto: orf

    Andy und Jenny Simanowitz lebten in der Kommune.

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