Identität eines am Sonntag in Wien angefahrenen Buben geklärt

25. Jänner 2016, 15:01
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Leichtverletztes Kind sprach zunächst kein Deutsch – 30-jähriger Fußgänger bei weiterem Unfall verletzt

Wien – Ein Zwölfjähriger ist am Sonntag in Wien-Favoriten von einem Auto angefahren und leicht verletzt worden. Die Identität des Buben war vorübergehend unklar. Das Kind war vermutlich geschockt und antwortete deshalb zunächst nicht auf Deutsch, sondern nur in seiner Muttersprache, erläuterte Christoph Mierau, Sprecher des Wiener Krankenanstaltenverbunds. Die Eltern meldeten sich jedoch kurz darauf.

Die Polizei war in einer Aussendung Montagfrüh von einem etwa sechs bis acht Jahre alten Buben ausgegangen. Das allein unterwegs gewesene Kind war von den Einsatzkräften nicht verstanden worden. Wegen seiner Verletzungen wurde der Bub ins Spital gebracht.

Kurze Zeit drauf meldeten die besorgten Eltern laut Mierau ihr Kind vermisst. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um das unbekannte Unfallopfer handeln musste. Der Bub hat zwar Migrationshintergrund, ist aber in Österreich gemeldet, erläuterte Mierau. "Das Kind erlitt Abschürfungen und Prellungen und wurde zur Kontrolle im Spital behalten, um eine Gehirnerschütterung auszuschließen."

Der Zwölfjährige war um 14.40 Uhr an der Kreuzung Quellenstraße/Neilreichgasse vom Auto eines 28-Jährigen angefahren worden. Der Mann hatte laut Polizei eine in der Haltestelle stehende Straßenbahn entgegen der Vorschrift links überholt. Er gab an, in seiner Fahrtrichtung grünes Licht gehabt zu haben. Der Bub lief vor der Straßenbahn über die Fahrbahn und wurde auf dem Schutzweg erfasst.

Unfall mit Fahrerflucht

Bei einem weiteren Unfall wurde Sonntagfrüh in Wien-Margareten ein 30 Jahre alter Fußgänger ebenfalls auf dem Zebrastreifen angefahren und leicht verletzt. Die Lenkerin blieb kurz stehen, fuhr dann aber ohne auszusteigen weiter. Der 30-Jährige sagte aus, die Schönbrunner Straße an der Kreuzung Ramperstorffergasse kurz vor 7.30 Uhr bei Grün überquert zu haben. Beim Anprall an das Auto erlitt er eine Schienbeinprellung.

Das Auto ist auf eine 37-Jährige zugelassen. Ob es sich bei der Frau um die Unfalllenkerin handelt, war noch unklar. An der Meldeadresse wurde laut Eidenberger bei zwei Versuchen niemand angetroffen. (APA, 25.1.2016)

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