Afghanische Taliban stellen Bedingungen für Friedensgespräche

24. Jänner 2016, 14:14
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Informelles Treffen mit Abgeordneten und Aktivisten in Doha

Doha – Bei einem Treffen in Katar haben die afghanischen Taliban Bedingungen für die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen gestellt. Alle Kämpfer der Islamisten müssten von den Terrorlisten der USA und der UNO gestrichen und das auf sie ausgesetzte Kopfgeld annulliert werden, forderte Taliban-Sprecher Sabiullah Mujahid am Sonntag bei der Konferenz mit Abgeordneten und Aktivisten in Katars Hauptstadt Doha.

"Wir wollen auch, dass unser politisches Büro in Doha offiziell wiedereröffnet wird", sagte Mujahid. Die Rebellen hatten im Juni 2013 ein Büro in dem Golfemirat eröffnet, um Friedensverhandlungen zu erleichtern. Doch hatte die Darstellung des Büros als inoffizielle Botschaft einer Exilregierung den damaligen afghanischen Präsidenten Hamid Karzai so verärgert, dass das Büro nach einem Monat wieder geschlossen wurde.

Der Hohe Friedensrat Afghanistans, der für die Regierung die Verhandlungen mit den Rebellen führt, rief diese zur Wiederaufnahme der Gespräche ohne Vorbedingungen auf. "Jede Vorbedingung kann den Versöhnungsprozess verzögern", sagte der Ratsvertreter Aminuddin Muzaffari der Nachrichtenagentur AFP. "Die Taliban müssen an den Verhandlungstisch zurückkehren, bevor sie derartige Forderungen stellen."

Das seltene Treffen am Samstag und Sonntag wurde von der Gruppe Pugwash Conferences organisiert, die sich für die Lösung von Konflikten engagiert. Vertreter der Regierung in Kabul nahmen nicht teil, doch waren Abgeordnete und Vertreter der Zivilgesellschaft zugegen. Das Treffen folgt auf eine zweite Gesprächsrunde am Montag zwischen Vertretern Afghanistans, Pakistans, Chinas und der USA in Kabul, um einen Plan für Friedensgespräche mit den Taliban auszuarbeiten. (APA, 24.1.2016)

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